Jack Dorsey bekräftigt erneut seine Überzeugung von Bitcoin als Alternative zum klassischen Finanzsystem. In einem Interview betont der Twitter-Gründer, dass Nutzer keine Erlaubnis von Banken oder Vermögensverwaltern benötigen, um das BTC-Netzwerk zu verwenden. “Wir brauchen ihre Erlaubnis nicht”, so Dorsey.
Bitcoin funktioniere ohne zentrale Instanzen und ermögliche finanzielle Souveränität für jeden Einzelnen. Dabei verweist er auf das Grundprinzip, das bereits im Whitepaper von Satoshi Nakamoto angelegt ist. Ein offenes, zensurresistentes Netzwerk, das ohne Mittelsmänner auskommt.
Goldbug und langjähriger Bitcoin-Kritiker Peter Schiff hält dagegen und argumentiert, dass auch Gold eine Alternative zum Bankensystem bieten könne. “Wir benötigen keine Banken mehr, weil wir Gold tokenisieren können”, heißt es in seiner Antwort. Damit, so seine These, ließe sich der Nutzen von Bitcoin replizieren, ohne auf ein rein digitales Gut angewiesen zu sein.
Warum tokenisiertes Gold an Grenzen stößt, Bitcoin aber nicht
Der entscheidende Unterschied liegt jedoch in der Struktur beider Systeme. Während Bitcoin vollständig innerhalb seines eigenen Netzwerks existiert, ist tokenisiertes Gold immer auf externe Informationen angewiesen. Diesen Zustand beschreibt das sogenannte Orakelproblem.
Token, die Gold repräsentieren, müssen jederzeit korrekt abbilden, ob und in welchem Umfang physisches Gold tatsächlich hinterlegt ist. Diese Information stammt zwangsläufig aus der realen Welt und wird über zentrale Instanzen oder sogenannte Oracles in die Blockchain eingespeist. Damit entsteht ein manipulierbarer Vertrauenspunkt.
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Bitcoin benötigt dieses Vertrauen nicht. Besitz und Transaktionen werden direkt im Netzwerk verifiziert, ohne dass externe Datenquellen erforderlich sind. Genau dieser Unterschied macht das System aus Sicht vieler Befürworter robuster.

