Gegen eine mögliche Abschaffung der Bitcoin-Haltefrist formiert sich in Deutschland Widerstand. Die Initiative “ProHaltefrist” will das Aus verhindern und hat dafür eine eigene Plattform ins Leben gerufen. Ziel ist der Erhalt der steuerfreien Veräußerung von Bitcoin und anderen Kryptowährungen nach einem Jahr.
„Wer Bitcoin oder andere Kryptowerte langfristig hält, handelt nicht als kurzfristiger Spekulant, sondern betreibt eigenverantwortliche Vermögensbildung. Die Haltefrist ist kein Steuerschlupfloch, sondern ein bewährter und verlässlicher steuerlicher Rahmen für langfristiges Sparen”, heißt es in der Erklärung.
Die Koalition aus 144 Unterstützern besteht aus mehreren Akteuren der Krypto-Branche. Beteiligt sind Börsen, Broker, Unternehmen, Influencer und Privatpersonen. Auch BTC-ECHO gehört zu den Unterstützern.
Eine Plattform soll Informationen zur aktuellen Rechtslage, zu den diskutierten Steuerplänen sowie zu den Argumenten für den Erhalt der bestehenden Regelung bereitstellen. Zudem reichte ProHaltefrist Ende Mai eine Petition an den Deutschen Bundestag ein. Sollte die Petition innerhalb der Mitzeichnungsfrist mindestens 30.000 Unterstützer erreichen, könnte das Anliegen öffentlich im Petitionsausschuss des Bundestages beraten werden.
Abschaffung der Bitcoin-Haltefrist noch nicht beschlossen
Ende April hatte Finanzminister Lars Klingbeil die “Anpassung der Besteuerung von Kryptowährungen” angekündigt. Viele Anleger verbanden das mit einer Abschaffung der Bitcoin-Haltefrist. Tatsächlich ist das jedoch noch nicht abschließend geklärt.
Zwar arbeitet das SPD-geführte Bundesfinanzministerium nach Informationen von BTC-ECHO an einem entsprechenden Entwurf. In der Union scheint der Vorschlag jedoch auf wenig Gegenliebe zu stoßen. Immer wieder signalisierte der Koalitionspartner, dass es für eine Abschaffung der itcoin-Haltefrist keine überzeugenden Argumente gebe.

