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Kleinstadt bei Dortmund Deutscher Zoll versteigert illegale Bitcoin-Mining-Rechner in Kamen

Die nordrhein-westfälische Kleinstadt Kamen versteigert über die Zoll-Auktionsseite sieben beschlagnahmte Mining-Rechner.

Daniel Hoppmann
 |  Lesezeit: 2 Minuten
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Bitcoin Miner mit Ventilator

Beitragsbild: Shutterstock

Nahe Dortmund versteigert die Stadt Kamen sieben Mining-Rechner über die Auktionsseite des Zolls. Zuvor waren die Gerätschaften im Zuge eines Stromdiebstahldelikts beschlagnahmt und zwei Jahre in der Asservatenkammer der Polizei eingelagert worden. Genauer handelt es sich bei den Computern um “Antminer S9”-Modelle, die 2018 zu den weltweit effizientesten Geräten gehörten. Aktuell steht das Höchstgebot bei 2.050 Euro. Die Auktion läuft noch bis Montag, den 15. März, um 10:00 Uhr.

Hintergrund der Versteigerung war ein Kriminalfall aus dem Jahr 2019, der sich in Kamen ereignet hatte. In einem Kriechkeller fanden Beamte die Mining-Rechner, die dort munter vor sich hin mineten. Diese wurden zuvor von Kriminellen in einer Immobilie der Stadt in das städtische Stromnetz eingespeist, um dabei Strom aus dem Netz der Gemeinschaftsstadtwerke Kamen-Bönen-Bergkamen (GSW) abzuzweigen. Die kriminellen Miner wollten ihre Kosten offenbar auf ein Minimum reduzieren. Nachdem Elektrikern der Stadtwerke Veränderungen am Netz aufgefallen waren, wurde die Polizei alarmiert und Strafanzeige gestellt. Die Behörden beschlagnahmten die Geräte und erklärten das Verfahren Mitte 2020 für “abgeschlossen”.

Nachdem keine Täter ermittelt werden konnten, wurden die Mining-Rechner der Stadt Kamen zugesprochen. Die Stadtverwaltung möchte nun durch die Versteigerung einen Teil der Stromkosten begleichen, die die GSW im Zuge des Stromdiebstahls der Stadt in Rechnung gestellt hatte. Wie hoch die Forderungen genau sind, ist nicht bekannt.

Mining lohnt sich kaum in Deutschland

Prinzipiell lohnt sich Mining in Deutschland aufgrund der hohen Strompreise kaum. So war die Bundesrepublik im Jahr 2020 das Land mit den höchsten Stromkosten weltweit. 0,39 US-Dollar zahlte man bei uns pro Kilowattstunde. So ist es kaum verwunderlich, dass die größten Bitcoin Mining Pools aus Regionen kommen, wo die Strompreise besonders niedrig sind. Unangefochtener Platzhirsch ist hierbei China. Das Reich der Mitte produziert rund 65 Prozent aller Bitcoin.

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