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Belarus Bitcoin-Börse will Poroschenko nicht helfen

Die Proteste in Belarus sind die größten Demonstrationen seit 1991, dem Jahr der Ausrufung der Republik. Anlass ist vor allem die Präsidentschaftswahl im August, die der Amtsinhaber seit 1994, Alexander Lukaschenko, nachweislich manipuliert hat. Hilfsinitiativen für Regierungsopfer gibt es auch in Krypto-Form.

Alexander Leyde
 |  Lesezeit: 1 Minuten
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Demonstranten in Belarus mit früherer Landesflagge

Beitragsbild: Shutterstock

Der belarussische Solidaritätsfonds BYSOL ist ein Krypto-Fonds, der Personen unterstützt, die aufgrund der Proteste in finanzielle Notlage geraten sind. Über die ukrainische Bitcoin-Börse Kuna.io ist es möglich, sich an ihm zu beteiligen. Daher hat die Abteilung für Finanzielle Untersuchungen unter dem Ausschuss für Staatskontrolle nun Angaben zu Nutznießern des Angebots verlangt – was die Bitcoin-Börse mehr als nur verweigert hat.

Krypto-Börse: „Keine Gewalt, sondern Dialog!“

Die Krypto-Exchange verwehrt den Behörden nicht nur den Zugriff auf die persönlichen Nutzerdaten. Am 5. Oktober hat ihr Gründer Mikhail Chobanyan auf Facebook das Anfragen-Dokument veröffentlicht und sich mit der belarussischen Opposition solidarisiert. Mittlerweile hat er auf der eigenen Website eine Option eingerichtet, etwa Bitcoin (BTC) und Ether (ETH) als Krypto-Spende direkt in den Fonds einzuzahlen.

Wir, wie die gesamte zivilisierte Welt, verurteilen Gewalt und die Ablehnung des Dialogs mit der Gegenseite,

Mikhail Chobonyan auf Facebook

Da der Krypto-Fonds außerhalb der Republik Belarus registriert ist, hat die Regierung keinen Einfluss auf ihn oder geleistete Spenden. So hat er nach eigenen Angaben mittlerweile 1,8 Millionen Euro (EUR) eingesammelt und davon bereits 1,1 Millionen Euro an Notbedürftige ausgeschüttet. Dazu zählen beispielsweise Beamte, die aus Protest gekündigt haben, und Demonstranten, die sich juristisch verteidigen müssen.

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