Reddit AMA zu Ethereum 2.0: Unmut über hohe Staking-Barrieren
David Scheider

von David Scheider

Am · Lesezeit: 3 Minuten

Ethereum (Symbolbild)

Quelle: Shutterstock

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Vitalik Buterin, Cral Beekhuizen und Justin Drake, ihres Zeichens Entwickler und Forscher zu Ethereum 2.0, stellen sich in einem so genannten AMA den Fragen der Community. Der ging es vor allem um ungeklärte Fragen technischer Art und natürlich um Verdienstmöglichkeiten mittels Coin Staking im Zuge von Proof of Stake.

AMAs (Ask me anything, etwa „frag mich was du willst“) gelten als Reddits Königsdisziplin. Über einen vorher festgelegten Zeitraum stellen sich Persönlichkeiten von Interesse der Community und sehen sich meist einem Feuerwerk an Fragen entgegen. Am gestrigen Montag, dem 15. Juli, veranstaltete Ethereum ein solches AMA-Event. Im Fokus stand das Protokoll-Update Ethereum 2.0.

When ETH 2.0, Sir?

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„Es steht ein Release Date für Januar 2020 im Raum. Haltet ihr das für realistisch?“, wollte etwa „DCinvestor“ wissen – und traf mit der Frage nach dem Startzeitpunkt für Phase Null offenbar einen Nerv. Denn mit 40 Karmapunkten siedelte die Community die Frage an zweiter Stelle an, so dass Carl Beekhuizen, seines Zeichens Forscher zu ETH 2.0, nicht umhin kam, sie umgehend zu beantworten:

Die Einführung Anfang nächsten Jahres ist mein persönliches Ziel, aber es gibt noch viel zu tun! Wir brauchen: lang laufende Testnetze […], die formale Überprüfung des Deposit Contracts und die Clients müssen bereit zu sein, aber im Moment sieht es so aus, als würde alles rechtzeitig zusammenkommen. Wir wollen auch keine Developer dazu drängen, fehlerhafte Software zu entwickeln, nur um zu einem beliebigen Zeitpunkt bereit zu sein.

In anderen Worten: Ein Start von Phase Null Anfang 2020 ist möglich, aber unwahrscheinlich.

Viel Technisches dabei

Für Laien dürfte das AMA wenig ergiebig sein. Schließlich nagelte die Ethereum Community das Entwickler-Team rund um Wunderkind Vitalik Buterin immer wieder auf den technischen Feinheiten des Protokolls fest. Das Ganze kulminierte sodann in folgender Frage, die User „PurpleHamster“ gerne beantwortet hätte:

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Die Antwort von Ethereum-Erfinder Buterin höchstselbst, nimmt Bezug auf eine quantitative Verringerung der Quellcodezeilen:

Konkreter macht es Justin Drake von Ethereum „Phase 0 ist etwa 1024 Codezeilen lang“.

Proof of Stake „in aller Munde“

Es gilt als beschlossene Sache: Ethereum scheidet sich vom Proof-of-Work-Algorithmus und will als derzeit einziger Top-10-Coin Proof of Stake (PoS) implementieren. Wie wir an dieser Stelle berichtet hatten, erprobt Prysm Labs die neue Konsensfindung bereits in einem Testnet. Der Code gilt als fertiggestellt.

Offenbar beschäftigte die Szene in Bezug auf PoS in erster Linie die Sanktionierungsmaßnahmen, die für Fehlverhalten verhängt werden. So wollte etwa „Crackorjackzors“ wissen, worum es sich beim so genannten Slashing handelt und was passiert, wenn Validatoren betrügen.

Antwort:

Wenn du zum Validator wirst, bedeutet Slashing, dass das ETH-2.0-Netzwerk hinterlegte ETH bei Fehlverhalten wegnehmen kann. Fehlverhalten wäre zum Beispiel folgendes:

  • Du bist ein Angreifer und versuchst, das Netzwerk zu attackieren.
  • Deine Node geht für einen längeren Zeitraum offline.
  • Dein Validator Client ist fehlerhaft.

Ferner wird sich an der Mindestmenge von 32 ETH, umgerechnet etwa 6.400 Euro, die Staker hinterlegen müssen, nichts ändern. Dies hat Buterin im AMA noch einmal bestätigt:

Leider nein. Es wäre zu aufwändig, wenn das Netzwerk zu viele Validators zulässt.

Allen voran dieser Satz dürfte Wasser auf die Mühlen der PoS-Kritiker sein, die dem Konsens-Algorithmus einen Hang zu mangelnder Dezentralität vorwerfen.

Das gesamte AMA findet ihr unter diesem Link.

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