Ethereum: Code für Proof of Stake bis Ende Juni fertiggestellt

Sebastian Holz

von Sebastian Holz

Am · Lesezeit: 3 Minuten

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Quelle: Shutterstock

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Im Ethereum-Netzwerk sind in den nächsten Wochen weitere Fortschritte zu erwarten. Der Code für den Proof-of-Work-Algorithmus steht demnach kurz vor der Vollendung.  Ziel ist, das Ethereum-Netzwerk auf die nächste Stufe zu updaten.

Wie am 2. Mai in einer Telefonkonferenz der Ethereum-Entwickler angekündigt wurde, soll der Code für die erste Phase der Umstellung von Ethereum auf den Proof-of-Stake-Konsensmechanismus (PoS) bis zum 30. Juni fertiggestellt werden. Justin Drake, einer der bekanntesten Ethereum-Forscher, äußerte sich dahingehend, dass die Entwicklung des Codes bis Ende Juni vollendet sein wird. Drake betonte außerdem, dass die Entwickler den Code derzeit nur noch vereinfachen und bis Ende des Monats nach letzten Fehlern durchsuchen. Ethereum befindet sich derzeit auf dem Weg, sein Netzwerk auf Ethereum 2.0 zu updaten.

Sharding kommt mit Udpdate

Vitalik Buterin, Co-Founder von Ethereum, betonte kürzlich in einem Interview auf der Ethereum-Konferenz „ETHCapetown“, dass neben der Umstellung des Netzwerks auf Proof of Work, der zweite Teil der Verbesserung die Sharding-Technologie ist. Sharding soll laut Buterin massive Verbesserung der Skalierbarkeit von Transaktionen im Netzwerk mit sich bringen. Buterin ist der Meinung, mit Sharding eine Netzwerk-Skalierbarkeit um den Faktor 1.000 zu erreichen. Die Sharding-Technologie soll jedoch erst in den beiden letzten Phasen des Ethereum 2.0 Rollouts erfolgen. Die erste Phase, „Phase Zero“ genannt, soll die neue Proof-of-Stake-Blockchain von Ethereum sein.

Proof of Work (PoW) vs. Proof of Stake (PoS)

Die Proof-of-Work-Methode erlaubt es den Minern, für die Lösung von kryptografischen Rätseln eine Belohnung in der jeweiligen Kryptowährung ausgezahlt zu bekommen. Die Lösung der Rätsel erzeugt sodann einen neuen Block, der alle Transaktionen im Zeitraum zwischen zwei Blockfunden einbezieht. Bei PoS fallen diese Rätsel indes weg. Denn Bei Proof of Stake werden kleine Anteile der Kryptowährung in einer Wallet einbehalten und durch den Staking-Vorgang entsperrt. Mit der Gesamtheit der gestakten Anteile validiert jeder teilnehmende User die Transaktionen, welche die Blockchain sodann abwickelt. Im Gegenzug erhält jeder Anleger einen Betrag x (Reward) für die gestakte Menge an Coins.

PoW noch immer beliebtester Konsens-Algorithmus


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Kurzum scheint der PoW-Algorithmus aktuell wohl noch die beliebteste Methode zum Lösen von komplizierten kryptografischen Aufgaben zu sein. Während dieser jedoch relativ zeit- und kostenintensiv anmutet, soll der Proof-of-Stake-Algorithmus den mutmaßlich hohen Stromverbrauch und die Gefahr von 51-Prozent-Attacken minimieren. Proof-of-Stake-Systeme kämpfen indes häufig mit einer unfairen Verteilung der Rewards und einer Mindesteinlage für Ausschüttungen. Diskutiert wurden beide Algorithmen kürzlich im BTC-ECHO-Podcast.

Ethereum vor goldener Zukunft?

Derweil scheint das Projekt an Beliebtheit zu gewinnen. Schenkt man einem aktuellen Bericht von ConsenSys Glauben, sind zum Beispiel von den 20 wichtigsten dApp-Projekten 16 auf Ethereum aufgebaut. Auch in puncto Partnerschaften und Use Cases machte Ethereum in den letzten Monaten erhebliche Fortschritte. Erst kürzlich integrierte Amazon Ethereum für seinen Web Service (AWS). Aber auch die Standardisierungsorganisation Enterprise Ethereum Alliance, zu der Schwergewichte wie Accenture, EY, J.P. Morgan Chase, ConsenSys, Intel, Microsoft und IBM zählen, scheint sich des stetigen Wachstums an Partnern zu erfreuen.


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