Premiere: PayPal investiert in Blockchain-Unternehmen

Phillip Horch

von Phillip Horch

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Phillip Horch

Phillip Horch ist Chef vom Dienst von BTC-ECHO und für die Strukturierung und Planung der redaktionellen Inhalte verantwortlich. Er ist Diplom-Journalist und hat einen Master-Abschluss in Literatur-Kunst-Medien.

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Quelle: Shutterstock

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PayPal investiert in Cambridge Blockchain. Wie aus einer Ankündigung bekannt wird, beteiligt sich der Online-Zahlungsdienstleister in einer ersten Investitionsrunde. Cambridge Blockchain plant, Blockchain-Lösungen im Bereich digitaler Identität anzubieten.

PayPal beteiligt sich in einer ersten Finanzierungsrunde an Cambridge Blockchain. Wie man einer offiziellen Mitteilung des Unternehmens für Identitätslösungen auf der Blockchain entnimmt, will das Unternehmen gemeinsam mit dem Zahlungsdienstleister den zukunftsträchtigen Markt von Identität auf der Blockchain in Angriff nehmen. So äußerte sich Matthew Commons, CEO von Cambridge Blockchain:

Unser Service erlaubt es, digitale Identität zu formen, während Nutzer die Kontrolle über ihre Identitätsdaten behalten. Wir freuen uns über das Vertrauensvotum von PayPal und wir freuen uns auf ihren Support und ihre Führung.

Wie man der Mitteilung weiter entnehmen kann, will das Unternehmen die Vorzüge der Blockchain-Technologie mit einer Off-Chain-Lösung für Identitätsdaten kombinieren. So soll für Nutzer die Möglichkeit entstehen, selbstverwaltet über die eigenen Daten zu verfügen.

Insgesamt konnte das Unternehmen bisher circa 3,5 Millionen US-Dollar einsammeln. Neben PayPal beteiligten sich das Omidyar Network sowie dessen Tochterunternehmen Flourish.

Blockchain und Identität: Ein weites Feld

Wie wir unter anderem hier erläutern, handelt es sich bei der Fusion von Blockchain und Identitätsdaten um fruchtbaren Boden. Die etablierte Zentralisierung von Identitätsdaten durch Google, Facebook, Amazon und Konsorten verlegt die Macht über Identitätsdaten in die Hände von einzelnen Playern. Den Nutzern selbst hingegen fällt dabei zunehmend weniger Macht darüber zu, was mit ihren Daten passiert.

So führte etwa der Fall Cambridge Analytica dazu, dass Nutzerdaten von Facebook zur Manipulation verwendet werden konnten. Die Datenanalysefirma Cambridge Analytica kaufte einen Teil der Daten von Facebook auf, um sogenanntes Mikro-Targeting zu betreiben. Dabei versorgen sie etwa Facebook-Nutzer mit bestimmten Informationen, um deren Verhalten bei anstehenden Wahlen zu beeinflussen. Wie wir hier berichteten, hatte diese Praxis offenbar erheblichen Anteil an der aktuellen Präsidentschaft der Vereinigten Staaten: Donald Trump.

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