PewDiePie kündigt Wechsel von YouTube zu Dlive an

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PewDiePie kündigt Wechsel von YouTube zu Dlive an

Unternehmen wie Amazon und Google sind von einem zentralisierten Charakter geprägt. Je mehr User ihre Dienste – u. a. YouTube und Twitch – nutzen, desto monopolartiger werden sie. Das Bestimmen der Konditionen obliegt folglich zunehmend ihrem Belieben. Aus den Reihen der Dezentralisierungsfreunde gibt es auch dafür eine dezentrale Alternative: Dlive. Erst Fernsehen, dann YouTube und nun Dlive?

PewDiePie ist innerhalb der YouTube-Sphäre ein Superstar. Sein Kanal gehört zu den zehn erfolgreichsten Kanälen überhaupt. Fast 100 Millionen Abonnenten folgen ihm auf YouTube. Damit ist er einer der ganz großen Social-Influencer unserer Zeit. Was PewDiePie bewirbt, hat gute Chancen, zu einem Renner zu werden. In einem Video vom 9. April hat er die auf einer Blockchain basierende Streaming-Plattform Dlive beworben und angekündigt, am kommenden Sonntag, den 14. April, seinen ersten Live-Stream zu übertragen.

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Wie läuft Streaming ab?

Am besten nähert man sich der Streaming-Szene über einen Vergleich zum klassischen Fernseher. In beiden Fällen sitzt der Zuschauer vor einem Bildschirm und sieht sich einen Videobeitrag an. Beim Fernsehen ist man dabei auf das Angebot der dort zu findenden Programme beschränkt. Die Sendungen sind zum Großteil filmischer Natur, das heißt in der Vergangenheit gefilmt, geschnitten und aufbereitet. Spontane Wendungen sind selten. Der Zuschauer ist weit entfernt vom Geschehen. Anders beim Streaming: Hier folgt der Zuschauer in Echtzeit dem „Streamer“, der live und in Farbe ein Computergame spielt und dabei über das redet, was ihm gerade in den Sinn kommt.

Dlive – Attraktiver Konkurrent zu YouTube und Twitch

Dlive ist nun eine dezentralisierte Plattform mit zugehöriger dApp, auf der Content Creator ihre Streams anbieten können. Im Unterschied zu YouTube und Twitch funktioniert Dlive über ein deutlich ausgeklügelteres Anreiz- und Belohnungssystem. Dieses gilt gleichermaßen für Zuschauer und Streamer. YouTube und Twitch behalten einen gewissen Prozentsatz der Gewinne für sich (bis zu 50 Prozent), die Zuschauer gehen leer aus. Dlive verspricht nun, über die eigene Kryptowährung namens Lino die Einnahmen vollständig an die Content Creator (90,1 Prozent) und deren Zuschauer (9,9 Prozent) zu verteilen. Lino befindet sich derzeit noch in der Testphase. PewDiePie spricht von einem „revolutionären Belohnungssystem“. Dieses sei für den Zuschauer „episch“. Schließlich bekommt er für die Interaktion mit dem Streamer Lino Points. Selbige kann man anschließend in Bitcoin oder PayPal-Guthaben umwandeln. Auch preist PewDiePie die Gestaltungsfreiheit der Plattform an. So können die Content Creator bei der Weiterentwicklung von Dlive mitwirken.

Lino – Die Kryptowährung hinter Dlive

Lino ist indes eine inflationäre Kryptowährung. Die pro Block neu entstehenden Coins werden schließlich an Betreiber der Blockchain (65 Prozent), an App-Entwickler (zehn Prozent), an Blockchain-Validatoren (zehn Prozent) und an Zuschauer (fünf Prozent) verteilt. Die jährliche Inflation, so heißt es im White Paper, soll 6,5 Prozent nicht übersteigen. Die Blockchain basiert weiter auf einem PoS-Algorithmus, der pro Sekunde tausende Transaktionen abwickeln kann. Das Erstellen von Inhalten wird außerdem durch mehrere Kenngrößen geprüft. So sollen Beiträge von Bots verhindert werden. Im White Paper ist in diesem Zug die Rede von Proof of Human Engagement – so viel zu nur einigen wenigen Rahmenbedingungen von Lino. Wie man den oberen Prozentzahlen also entnehmen kann, dient die Inflation in erster Linie der Finanzierung des ganzen Projekts.

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