Paper Wallet Bitcoin sicher aufbewahren – auf Papier

Christopher Klee

von Christopher Klee

Am · Lesezeit: 5 Minuten

Christopher Klee

Christopher Klee hat Literatur- und Medienwissenschaften sowie Informatik an der Universität Konstanz studiert. Seit 2017 beschäftigt sich Christopher mit den technischen und politischen Auswirkungen der Krypto-Ökonomie.

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Bitcoin Paper Wallets und zwei physische Bitcoin-Münzen
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Börsen-Hacks, SIM-Swaps, der Verlust von Smartphone oder Laptop – Hot Wallets sind praktisch, aber anfällig. Eine Paper Wallet kann hier Abhilfe schaffen. Mit vergleichsweise wenig Aufwand, wovon ihr euch in unserem Paper Wallet Tutorial überzeugen könnt.

Das Argument, dass die Verwahrung von Bitcoin eine komplizierte Angelegenheit ist, hält sich hartnäckig. Dabei gibt es mittlerweile zahlreiche Apps für Desktop und Smartphone, die das Erstellen einer Wallet zum Kinderspiel machten – sofern man denn des Lesens mächtig ist. Das Problem: Da Smartphone beziehungsweise PC meistens in der Regel mit dem Internet verbunden sind, ist die Verwahrung von Bitcoin auf diesen Endgeräten mit einem inhärenten Risiko verbunden. Malware-Attacken gefährden den Zugriff auf die Einlagen ebenso wie der mögliche Verlust des Handys. Fest steht: Die Private Keys zum eigenen Bitcoin-Vermögen richtig aufzubewahren, will gelernt sein. Zu den sichereren Methoden gehört die Erstellung einer Paper Wallet.

Was ist eine Paper Wallet?


Eines vorweg: Die Frage, wie viel Aufwand für die Sicherung seiner Krypto-Assets angebracht ist, muss jeder für sich beantworten. Für technisch unbedarfte, die überdies nur vergleichsweise kleine Beträge halten wollen, kann eine Software Wallet mit intuitiver Bedienoberfläche sinnvoller sein, als sich beispielsweise bei der Aufteilung des Private Keys zu verzetteln. Ein weiterer Vorteil von online (auch: „Hot“) Wallets besteht darin, dass Kryptowährungen schneller zur Hand sind, wenn es ums Überweisen, Bezahlen oder Traden geht.

Spätestens, wenn es um das HODLN größerer Beträge geht, sollte man sich jedoch nach Möglichkeiten umschauen, seine Bitcoin-Einheiten – genauer: die privaten Schlüssel dazu – offline aufzubewahren. Genau das ermöglicht eine Paper Wallet. Neben der öffentlichen Bitcoin-Adresse beinhaltet eine Paper Wallet auch den Private Key für diese. Es ist gewissermaßen damit vergleichbar, seine E-Mail-Adresse und das dazugehörige Passwort auf einem Stück Papier zu sichern.

Wie erstellt man eine Paper Wallet?

Eine Bitcoin-Adresse sieht auf den ersten Blick wie eine zufällige Kombination von Zahlen und Buchstaben aus. Tatsächlich lässt sie sich aber genau berechnen – und zwar aus dem Private Key. Darum darf der Private Key keinesfalls in fremde Hände geraten – es wäre ein leichtes, die zugehörige Bitcoin-Adresse zu ermitteln und sich der darauf hinterlegten BTC-Einheiten zu bemächtigen.

Der erste Schritt bei der Erstellung einer (Paper) Wallet besteht in der Generierung eines Private Keys. Dafür sollte man (wenn man nicht selbst die Würfel in die Hand nehmen möchte) einen zuverlässigen Zufallsgenerator, wie man ihn beispielsweise bitaddress.com findet. Die Website bietet alle Funktionen, die man braucht, um eine Paper Wallet zu erstellen. Eine gängige Alternative zu bitaddress.com ist die Website WalletGenerator.com.

Für welches Tool man sich auch entscheidet, der Private Key sollte in jedem Fall offline generiert werden. Bei den oben genannten Websites ist das kein Problem, denn ihr Code lässt sich auch offline ausführen. Dazu muss man die Websites herunter laden, in dem man rechtsklickt und „speichern unter“ beziehungsweise „save as“ auswählt.

Download der Website bitaddress.org mit dem Brave Browser

Nachdem man seinen Computer vom Internet getrennt – oder noch besser: die heruntergeladene Html-Datei per USB-Stick auf einen Offline-Rechner geladen – hat, kann es mit der Erstellung der Paper Wallet losgehen. Die Datei wird wie gewohnt im Browser ausgeführt.

Bitcoin schwarz auf weiß

Zunächst erfolgt die Generierung des Private Keys. Um dem Zufall auf die Sprünge zu helfen, erfordert das Programm vom Benutzer eine Reihe beliebiger Tastatur- oder Maus-Eingaben. Aus diesen Eingaben generiert das Programm den Seed, der als Keimzelle für alle weiteren Wallets dient. Im nächsten Schritt klickt man auf den Reiter Paper Wallet beziehungsweise Papier-Wallet und erhält prompt drei Bitcoin-Adressen samt Private Key. Wer will, kann seine Wallets mit einem Passwort sichern. Doch Obacht: Nicht alle Wallets sind mit BIP38 kompatibel.

Die Paper Wallet in ihrer digitalen Form

Es ist ratsam, sein Bitcoin-Vermögen auf mehrere Wallets aufzuteilen um das Risiko eines Totalverlusts zu senken. Über den Button „Drucken“ lassen sich die Paper Wallets in die analoge Welt holen. Auch hier sollte ein Drucker zum Einsatz kommen, der mit keinem Netzwerk verbunden ist.

Nun kann man die ausgedruckten Paper Wallets noch mit Bitcoin befüllen. Dazu schickt man BTC an die öffentliche Adresse („Look and Verify“).

Drei Paper Wallets (links), daneben der Kryptokompass (jetzt auch auf Papier!)

Tipps zum Umgang mit Paper Wallets

Eine Paper Wallet ist nur so sicher, wie sie aufbewahrt wird. Da Papier nicht gerade für seine Beständigkeit bekannt ist, sollte man bei der Aufbewahrung einer Paper Wallet einige Punkte beachten:

  • Die Paper Wallet in einem versiegelten Plastikbeutel aufbewahren, um es vor Wasser und Feuchtigkeit zu schützen.
  • Alternativ oder zusätzlich dazu die Paper Wallet laminieren.
  • Die Wallet in einem Safe aufbewahren, um es vor Diebstahl und Feuer zu schützen.
  • Eine Kopie der Paper Wallet an einem sicheren Ort, bei einer Vertrauensperson oder einem Notar verwahren

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