Oracle plant für Juni eigene Blockchain-Produkte

Oracle plant für Juni eigene Blockchain-Produkte

Wie Bloomberg am 7. Mai berichtete, reiht sich die US-amerikanische Oracle Corp. schon bald in die Gruppe der Unternehmen ein, die eigene Blockchain-Produkte anbietet. Gemessen am Umsatz zählt der Datenbankspezialist Oracle zu den weltweit größten Softwareherstellern. Deren Tochtergesellschaft Sun Microsystems entwickelt die überaus populäre Programmiersprache Java.

Nach Angaben des Nachrichtendienstes Bloomberg sind schon für Juni die Markteinführungen von hauseigenen Plattform-as-a-Service-(PaaS)-Produkten und decentralized-ledger-basierten Anwendungen geplant. In Zusammenarbeit mit der Banco de Chile ist zudem die Umsetzung einer eigenen Transaktionsplattform auf Basis eines Hyperledgers geplant. Außerdem sollen blockchain-basierte Lösungen für die nigerianischen Zollbehörde in Arbeit sein. Die nun vorgestellten Blockchain-Produkte richten sich primär an die Hersteller pharmazeutischer Produkte, um die Verwaltung deren Medikamentenversands abzuwickeln.

Oracle-Manager Frank Xiong vom Blockchain Cloud Service sagte anlässlich der Bekanntgabe, dass man mit den neuen Produkten sowohl kleine als auch große Unternehmen als Kunden gewinnen will, wobei man die Gebühren alleine anhand des jeweiligen Transaktionsvolumens berechnen wird. Das Thema Blockchain ist bei Oracle schon länger im Gespräch: Bereits im Oktober des Vorjahres wurde der firmeneigene Oracle Blockchain Cloud Service vorgestellt. Einen Monat zuvor gab das Unternehmen seine Beteiligung am Open-Source-Hyperledger-Projekt unter der Schirmherrschaft der Linux Foundation bekannt.

Mittlerweile haben zahlreiche Unternehmen wie BMW, Facebook oder Swisscom eigene Blockchain-Produkte veröffentlicht oder planen, dies bald zu tun. Man kann es drehen oder wenden, wie man will: Die Blockchain ist schon seit einigen Monaten aus dem Wirtschafts- und Finanzsektor nicht mehr wegzudenken.

BTC-ECHO

Über Lars Sobiraj

Lars SobirajLars Sobiraj fing im Jahr 2000 an, als Quereinsteiger für verschiedene Computerzeitschriften tätig zu sein. 2006 kamen neben gulli.com noch zahlreiche andere Online-Magazine dazu. Außerdem bringt Lars Sobiraj seit 2014 an der Kölner Hochschule Fresenius Studenten für Sustainable Marketing & Leadership (M.A.) den Umgang mit dem Internet und sozialen Netzwerken bei. Vor einiger Zeit erwuchs das Interesse am Thema Kryptowährungen.

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