Gegenangriff Northern Data: Reaktion auf Verleumdungskampagne bei Twitter

Christian Stede

von Christian Stede

Am · Lesezeit: 3 Minuten

Christian Stede

Christian ist freiberuflicher Journalist. Er ist davon überzeugt, dass die Blockchain-Technologie ein noch ungeahntes Umweltschutz- und Nachhaltigkeitspotenzial bietet.

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Mitte Juli erhob ein Twitter-Account massive Vorwürfe gegen Northern Data. Nun erwägt das Unternehmen juristische Schritte gegen den Messenger.

Lange Zeit schwamm das aus dem Frankfurter Fintech-Start-up Northern Bitcoin hervorgegangene Unternehmen Northern Data auf einer Erfolgswelle. Mitte Juli tauchten jedoch auf einem anonymen Twitter-Account massive Vorwürfe gegen den Dienstleister auf. Wie es in einer aktuellen Meldung des Magazins Finance Forward heißt, erwägt Northern Data nun juristische Schritte.  

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Die Klage gegen Twitter, so schreibt das Magazin, sei in Dublin eingereicht worden. Dort hat der Messengerdienst seinen europäischen Hauptsitz. Mit dieser juristischen Maßnahme will Northern Data offenbar erreichen, dass die Identität des ominösen Twitter-Accounts „BTCKING555“ geklärt wird. Northern Data selbst hat bereits mit einer Stellungnahme auf seiner Homepage zu den über den Account verbreiteten Vorwürfen Stellung genommen

Das Geschäftsmodell von Northern Bitcoin war zunächst das Bitcoin-Mining. Man stellte denjenigen, die Bitcoin schürfen wollten, Rechnerleistung bereit. Ende 2019 fusionierte Northern Bitcoin mit Whitcoin US, dem Betreiber eines riesigen Rechnerzentrums im US-Bundesstaat Texas. Seit der Fusion heißt das Unternehmen Northern Data. Gleichzeitig erweiterte das mittlerweile börsennotierte Unternehmen sein Portfolio. Auf Twitter wurde dann Mitte Juli die Geschäftspraxis von Northern Data heftigst in Frage gestellt. Einer der Vorwürfe: Die Stromkosten, die das Unternehmen seinen Kunden in Rechnung stellt, seien viel zu hoch. 

Northern Data kämpft mit Image-Schaden

Laut der oben zitierten Gegendarstellung von Northern Data ist der bei Twitter erwähnte Betrag zwischen 5 und 6 US-Cent pro Kilowattstunde aber gar nicht korrekt. „Diese Zahl ist schlichtweg falsch, und infolgedessen sind die Schlussfolgerungen unsinnig und Teil einer offensichtlichen, aggressiven Verleumdungskampagne“, so der originale Wortlaut. Denn in dem berechneten Preis sei nicht nur das reine Mining enthalten, sondern außerdem noch diverse Premium-Hosting–Dienste.

Nun haben die Twitter-Vorwürfe allerdings bereits zu drastischen Kursverlusten geführt. Nicht zuletzt deswegen sieht deren CEO und Co-Gründer Aroosh Thillainathan Handlungsbedarf. Wir haben „das an unsere Anwälte übergeben, und sind der Meinung, dass Twitter keine Plattform für Verleumdung und bewusste Schädigung sein darf“, zitiert Finance Forward den Manager.

Es machen Gerüchte die Runde, wonach entweder ein Konkurrent oder ein beziehungsweise mehrere Leerverkäufer hinter der Twitter-Attacke stehen könnten. Noch hat Twitter die Vorwürfe allerdings nicht entfernt. Im Gegenteil: BTCKING555 macht nahezu täglich von neuem gegen Northern Data mobil. Man werde den „Bedrohungen der Betrüger von NorthData“ nicht erliegen und weiterhin seine „Stimme erheben, um unbequeme Fragen zu stellen“ heißt es etwa in einem Post vom 24. Juli. 

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