Techno, Web3 und NFT-Kunst Wieso dieser Berghain-Türsteher den Beatport.io-Launch begleitet

Spätestens seit dem Siegeszug von Spotify und Co. ist die Monetarisierung von Musik notorisch knifflig. Mit dem Web3-Dienst Beatport.io könnte sich das Blatt wenden.

David Scheider
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Beitragsbild: Mischa Fanghänel

| Mit NACHTS will der Berliner Fotograf der Technoszene ein Denkmal setzen.

Beatport.io ist live. Damit betritt der Online-Musikdienst die Bühne des Web3. Wie BTC-ECHO vorab erfahren hat, hat Beatport den NFT-Dienst in Zusammenarbeit mit Define Creative entwickelt. Beatport.io wird demnach auf Aventus laufen, einer Parachain aus dem Polkadot-Ökosystem.

Doch das NFT-Handelsvolumen sinkt seit Monaten kontinuierlich. Vom Hype 2021 ist wenig übrig. Beatport Media Senior Vice President Ed Hill sieht in der Flaute aber eher eine Chance. Gegenüber BTC-ECHO sagt Hill:

In jedem Markt wird es immer Höhen und Tiefen geben. Der Trick ist, dabei zu sein, wenn die nächste Welle kommt. Wir nutzen diese Zeit, um mit Formaten und Produkten zu experimentieren, und versuchen, Vertrauen und Aufklärung in diesem Bereich aufzubauen.

NACHTS: Berghain-Türsteher Mischa Fanghänel lanciert NFT-Kunstserie

Neben Musik werden auf Beatport.io auch andere Künste handelbar sein. So begleitet den Launch der Plattform auch ein Teil der Multiart-Serie NACHTS von Fotograf und Berghain-Türsteher Mischa Fanghänel.

Foto: Mischa Fanghänel.

Für seine Serie arbeitet Fanghänel mit bekannten Namen aus der Techno-Szene zusammen – darunter Schwergewichte wie DVS1, Freddy K und Gerd Janson. Die gesamte Serie lanciert der Künstler im Zuge der Berlin Art Week am 14. September.

Eigenen Angaben zufolge sei die Kunstserie aus Sorge vor dem COVID-induzierten Ende der Berliner Untergrundszene entstanden:

Wenn das alles ist, wenn kein Club in Berlin jemals wieder öffnen wird, wie werden wir dann bewahren, was wir hatten? Wie werden wir dieser Kultur ein Denkmal setzen?

Mischa Fanghänel

Wer jüngst in einem Berliner Club feiern war, der weiß, dass das Gegenteil eingetreten ist. Techno findet schleichend seinen Weg in den Mainstream. “TikTok-Raver” sind unlängst zu einem Subgenre auf der Kurzvideo-Plattform TikTok geworden.

Dem Underground-Image der Szene ist das nicht unbedingt zuträglich. Atzig gekleidete Raver erklären dir in Kurzvideos, wie du dich zu Techno bewegst und was du am besten anziehen solltest, um an Türstehern wie eben Fanghänel vorbeizukommen.

Doch Fanghänel gibt sich gelassen. Techno sei immer noch Underground. Im Gespräch mit BTC-ECHO sagt der Bouncer:

Der Unterschied [zu vor Corona] ist, dass die Menschen die Bedeutung der Kultur noch mehr verstehen. Die Wertschätzung ist gewachsen und wird noch mehr von Herzen empfunden. Diese Pause ermöglichte es, in uns hineinzuschauen und machte den meisten von uns noch bewusster, wie schön diese Kultur und Gemeinschaft ist.

Mischa Fanghänel gegenüber BTC-ECHO

Vielleicht wird sie ja künftig noch schöner, wenn Künstler:innen für ihre Arbeit fair entlohnt werden. Beatport.io und das Web3 könnten ein wichtiger Baustein dafür werden.

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