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Mobility-as-a-Service Wie MobiFi die Mobilitätswende voranbringen möchte

Die Mobilitätswende ist eines der wichtigsten Mittel, um die drohende Klimakatastrophe abzuwenden. Dafür setzt das niederländische Start-up MobiFi auf ein innovatives Konzept.

Daniel Hoppmann
 |  Lesezeit: 2 Minuten
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Beispielbild einer Green City

Beitragsbild: Shutterstock

Politiker und Wissenschaftler sind sich einig: Die Abwendung des Klimawandels ist eine der größten Aufgaben der Weltgemeinschaft. Als der Weltklimarat IPCC Anfang August einen Bericht veröffentlichte, läuteten international die Alarmglocken. 1,5 Grad Erderwärmung bis 2030 war die ernüchternde Erkenntnis des Reports. UN-Generalsekretär António Guterres fand dafür deutliche Worte: “Treibhausgasemissionen erwürgen unseren Planeten und gefährden damit Milliarden von Menschen”. Eine der wichtigsten Gegenmaßnahmen, die die Politik als kurz- bis mittelfristiges Ziel ausgerufen hat, ist die Mobilitätswende. Weg vom Verbrenner hin zum Elektromotor; weniger Individualverkehr, mehr Nutzung des öffentlichen Personennahverkehrs.

Um diese Ziele zu forcieren, bedarf es auch Überzeugungsarbeit. Das Marktforschungsinstitut Norstat befragte Anfang September Bundesbürger nach ihrer Bereitschaft, ihr Mobilitätsverhalten den Anforderungen der Klimakrise anzupassen. Das Ergebnis: “Klimaschutz ja, höhere Kosten nein”. Und wenngleich die Problematik vielschichtiger ist, versuchen doch einige Projekte Antworten zu liefern – eines davon ist MobiFi.

MobiFi: “Mit Anreizen Nutzer überzeugen”

Das Blockchain-Projekt aus den Niederlanden will mithilfe einer Mobility-as-a-Service-Plattform die Herausforderungen der Mobilitätswende bewältigen. Vor allem adressiert man dabei Großstädte. Hier sieht MobiFi den größten Handlungsbedarf. Mit Anreizen will man Nutzer spielerisch überzeugen, ihr Mobilitätsverhalten in klimafreundlichere Bahnen zu lenken. Perspektivisch sollen andere Mobility-Unternehmen sowie Versicherungen auf der Plattform zusammenfinden, um nachhaltigere Fortbewegungsoptionen zu fördern und anzubieten. Dafür setzt man auf ein duales Token-System. Einerseits den SMile-Token, der als Stablecoin für Zahlungen auf der Plattform eingesetzt wird und andererseits den MoFi-Token, den Nutzer für SMile eintauschen können, um Zugang zu DeFi- und Staking-Funktionen zu erhalten. Überschüssiges “Guthaben” kann so vermehrt werden, meint MobiFi.

Ein Anliegen des Projekts konzentriert sich dabei zunächst darauf, parkende Autos von den Straßen zu holen, um so einen fließenderen Verkehr zu ermöglichen. Dafür schlägt die eigene App Usern günstige Indoor-Parkplätze vor. Kunden fahren in das jeweilige Parkhaus, bestätigen ihre Ankunft und beim Verlassen wird die entsprechende Parkzeit über das eigene Payment-Netzwerk automatisch abgerechnet. Dazu sagt MobiFi-Gründer und CEO Yudi Xu gegenüber BTC-ECHO:

Wir werden unser Business-Modell zum Ende des Jahres in Kooperation mit einem kleinen Parking-Anbieter starten. Damit möchten wir zunächst 105 Städte in den Niederlanden abdecken. Später sollen weitere Features wie Scooter- oder Bike-Sharing hinzukommen. Zunächst konzentrieren wir uns jedoch auf das Parken.

MobiFi-Gründer und CEO Yudi Xu gegenüber BTC-ECHO

Projekt noch in der “Alpha”-Phase

Als Start-up konnte MobiFi bisher 2,8 Millionen US-Dollar aus einem ICO einsammeln. Weitere finanzielle Hilfestellung in Form von Venture Capital gibt es derzeit nicht. Allgemein ist die Idee einer Plattform für nachhaltige Mobilitätsangebote der Umwelt sicherlich förderlich. Nutzer durch Anreize wie Staking zu entlohnen, ist ebenfalls eine innovative Form der Bewusstseinsschaffung. Allerdings befindet sich das Projekt erst noch in der “Alpha”-Phase, weshalb ein vollumfängliches Angebot noch in ferner Zukunft liegen dürfte. Wie die Blockchain-Technologie allgemein unseren Mobilitätssektor revolutionieren kann, könnt ihr hier nachlesen.

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