Datenkraken Wie Fractal das Internet-Oligopol aufbrechen will
Daniel Hoppmann

von Daniel Hoppmann

Am · Lesezeit: 3 Minuten

Facebook und Google auf einem Smartphone

Quelle: Shutterstock

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Die Anzahl derer, die die Marktmacht von Datenkraken wie Facebook oder Google kritisieren, nimmt zu. Fractal möchte die Zentralisierungsproblematik mit einem dezentralen Ansatz lösen.

In den Augen vieler ist das heutige Internet zu zentralisiert. Das Netzwerk, das einst als freier demokratischer Raum für den zwischenmenschlichen Austausch startete, ist heute zu einem Oligopol einer Handvoll Tech-Konzerne geworden. Facebook, Google, Amazon und Co. haben sich in den letzten 20 Jahren zu den Herrschern des Internets aufgeschwungen. Die Abhängigkeit von diesen Diensten konnte man erst vor Kurzem beobachten, als die Server von Facebook, WhatsApp und Instagram für mehrere Stunden down waren. Gleichzeitig nehmen die Nutzerzahlen jedes Jahr zu und damit auch die Anzahl der Daten, die Tech-Konzerne über ihre User sammeln und weiterverarbeiten, ohne dass diesen ein Mitsprachrecht eingeräumt wird.

Eine himmelschreiende Ungerechtigkeit, meint Fractal. Das Blockchain Start-up aus Berlin möchte mit der eigenen dezentralen Plattform das Internet-Oligopol aufbrechen und Nutzern wieder die Kontrolle über ihre Daten zurückgeben. Dafür setzt das Protokoll auf Polkadot, die dem Netzwerk über Para, Side und Relay Chains die erforderliche Sicherheit garantiert und gleichzeitig einen hohen Datendurchsatz ermöglicht. Mittels der sogenannter “Zero Knowledge Proofs“, sollen User genau bestimmen können, welche Daten sie wem zur Verfügung stellen wollen. In umgekehrter Richtung würden auch Werbetreibende von der Technologie profitieren, da sie Zielgruppen erreichen könnten, ohne persönliche Informationen kennen zu müssen.


Fractal: “Google und Facebook sind obsolet geworden”

Im aktuellen Internetmarkt sei die Situation für diesen Geschäftsbereich ohnehin schwieriger geworden, meint Fractal.

Die Rolle von Google und Facebook, einen vertrauenswürdigen Werbe-Marktplatz anzubieten, ist obsolet geworden. Das war vielleicht mal vor 10 Jahren wichtig, als es sehr wild im Netz zuging, es sehr viel Betrug gab und keine Möglichkeit, einfach Werbung zu schalten. Diese Zeiten sind lange vorbei und mittlerweile ist das “Daten-Oligopol” zu einem echten Problem für Werbekunden, Publisher, und nicht zuletzt die Demokratie geworden. Zum einen kommt es immer wieder zu Data Leaks, was an der Zentralisierung der Daten liegt, welche gehackt werden oder über Facebook-Partner abfließen, ohne dass Kunden oder Endnutzer ein Mitspracherecht haben.

Fractal gegenüber BTC-ECHO

Um diese Defizite aus der Welt zu schaffen, setzt Fractal auf die hauseigene ID Wallet, womit User die Bereitstellung ihrer Daten koordinieren können. Aktuell läuft für Early Adopter noch ein Belohnungsprogramm, worüber man monatlich bis zu 500 Fractal Token (FCL) bekommen kann. Zudem launcht das Start-up am 19. Oktober ihr Mainnet. Darüber hinaus verfügt das Berliner Unternehmen bereits über einige namhafte Kooperationen. Mit eyeo ist dabei ein Partner an Bord, der mit dem Produkt “Adblock Plus” über mehr als 200 Millionen User verfügt. Weitere Partnerschaften aus dem Bereich “Ad Tech”, “Mobile Applications” und “Data Hosting” sollen folgen.



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