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MarktupdateZentral versus dezentral: Bitcoin mehr wert als Facebook

Der Facebook-Ausfall zeigt die Anfälligkeit zentralisierter Softwarelösungen. Mit Blick auf Diem kann man da schon Bauweh bekommen. Derweil setzt Bitcoin seinen Bullenlauf fort.

David Scheider
 |  Lesezeit: 3 Minuten
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Morgendämmerung

Quelle: Shutterstock

Mit einer Marktkapitalisierung von 929 Milliarden US-Dollar ist Bitcoin nun auf Platz acht der wertvollsten Vermögenswerte der Welt. Diese Marke erreichte das digitale Gold am Abend des 4. Oktober und verdrängt damit Facebook vom achten Platz. Der Wachwechsel hat zwei Gründe: Zum einen verlor das soziale Netzwerk gestern rund fünf Prozent seines Wertes, da die Online-Dienste des Konzerns über Stunden nicht erreichbar waren. Berichten zufolge gab es Probleme bei einem Update, die nicht unmittelbar gelöst werden konnten, da die Mitarbeitenden selbst Login-Schwierigkeiten hatten. Am Ende waren Facebook, Instagram und WhatsApp rund sechs Stunden offline.

Zum anderen zeigt sich die Kryptowährung Nr. 1 dieser Tage von seiner stärksten Seite. Auf Wochensicht stehen bei Bitcoin knapp 17 Prozent Zugewinn zu Buche, alleine während der letzten 24 Stunden machte das digitale Gold drei Prozent gut. Mit einer Marktkapitalisierung von 929 Milliarden US-Dollar ist BTC freilich nicht mehr weit von der Schallmauer bei einer Billion USD entfernt. Erstmals nahm Bitcoin im Februar dieses Jahres diese Hürde, bevor es dann ab Mai zunächst in den Korrekturmodus ging.

Die Marktkapitalisierung der größten Assets im Vergleich. Quelle: 8marketcap.com/.

Natürlich sind Bitcoin und Facebook zwei völlig unterschiedliche Arten von Assets und nur bedingt vergleichbar. Im Unterschied zu zweiterem produziert ersteres keinen Cashflow, erzielt keinen Umsatz und eine Chance auf Dividende gibt es bei BTC nicht. Wobei letzteres auch im Fall von Facebook unwahrscheinlich ist – zumindest in der kurzen Frist.

Was ist, wenn Libra ausfällt?

Der Ausfall der Facebook-Gruppe wirft indes auch ein Schlaglicht auf dessen Ambitionen, am Währungswettbewerb mitzumischen. Denn wie BTC-ECHO bereits mehrfach berichtete, will der Internet-Riese mit Diem (vormals Libra) eine eigene digitale Währung lancieren. Ein sechsstündiger Ausfall eines sozialen Netzwerks ist verkraftbar, ein solcher Ausfall bei einem Zahlungs- und Geldsystem wohl eher nicht.

An dieser Stelle sei darauf verwiesen, dass Bitcoin bis heute eine Uptime von 99,99 Prozent hat. Bis auf zwei Aussetzer (2010 und 2013) war das Netzwerk stets funktionstüchtig. Das ist eben der Reiz dezentraler Systeme, die den sogenannten Single Point of Failure eliminieren und daher deutlich robuster sind, als zentralisierte Lösungen.

Lightning-Netzwerk auf dem Vormarsch

Nicht nur der Bitcoin-On-Chain-Layer zeigt starkes Momentum. Auch Lightning, Bitcoins ausgelagerte Skalierungslösung, wächst stetig. Am heutigen 5. Oktober weist das Second-Layer-Netzwerk erstmals eine Kapazität von 3.000 BTC auf. Dies geht aus Daten von Bitcoin Visuals hervor.

Lightning Network Capacity. Quelle: Bitcoin Visuals.

Getrieben ist das Wachstum des Netzwerks unter anderem von Meldungen wie der Integration von Lightning-BTC in das Tipping-System bei Twitter. Wie wir bereits berichtet haben, können iOS-Nutzerinnen via App Trinkgelder in Satoshis an andere Twitter User verschicken.

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