Level up für Bitcoin Twitter implementiert Lightning-Trinkgelder
Marlene Müller

von Marlene Müller

Am · Lesezeit: 4 Minuten

Frau hält Handy mit geöffneter Twitter-Seite in der Hand

Quelle: Shutterstock

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Twitter implementiert das Lightning-Netzwerk. Damit macht eines der größten sozialen Netzwerke der Welt Bitcoin zu seiner nativen Währung.

“Was das Internet für die Kommunikation war, ist Bitcoin und das Lightning Network für das Geld,” schreibt Jack Mallers, Gründer von Strike in seinem Blog. Das klingt zunächst einmal nach einer Phrase, die in der Vergangenheit von Bitcoin-Befürworter:innen als Zukunftsszenarien gezeichnet wurden: Kostenlose, sofortige, weltweite Überweisungen mittels der Infrastruktur um Bitcoin.


Wenn Twitter Träume möglich macht

Doch Jack Mallers hat Grund für diese Aussage. Sein Unternehmen Strike hat nach eigenen Angaben Twitter als Partner für genau das gewonnen: Gemeinsam möchten die Plattformen mit sofortiger Wirkung kostenlose, schnelle und globale Transaktionen ermöglichen. Alles, was die Nutzenden Jack Mallers zufolge dafür bräuchten, sind

  • A) Einen Twitter Account
  • B) Einen Strike Account (oder einen anderen Drittanbieter)
  • C) Eine Non-Custodial Wallet (wie zum Beispiel die Moon Wallet), das die Verknüpfung zu Lightning-Netzwerk-Adressen anbietet und
  • D) Fiat-Geld beziehungsweise Bitcoin, die versendet werden sollen.

Wir haben von BTC-ECHO das Twitter-Angebot selbst ausprobiert. Dabei brauchten wir keinen Strike Account, sondern konnten nach Twitter-Update mittels einer anderen Lightning-fähigen-Wallet einen Kleinstbetrag an Mallers senden. Dieser schrieb in seinem Blog, dass er alle Trinkgelder, die mittels seines Twitter-Kontos eingehen, wöchentlich an die Human Rights Foundation weitergeleiten werde – mit Ausnahme von 10 US-Dollar, davon würde er sich ein Sechserpack Bier besorgen.

Kampfansage?

Ziel der Unternehmung sei unter anderem die Rentabilität von online versendeten geringeren Beträgen (“Trinkgeldern”) zu erhöhen. Dabei kommuniziert der Strike CEO, dass er der Leitlinie seines Unternehmens treu bleiben möchte und kein Prozentsatz der versendeten Transaktionen an Twitter oder Strike geht. Somit werden unmittelbar die Geschäftsmodelle herkömmlicher Anbieter wie Western Union gefährdet.

Mallers zeigt in einem Video auf Twitter, wie das Netzwerk funktioniert und sendet seinem Freund David zehn US-Dollar nach El Salvador – mittels Twitter. In der zweiminütigen Aufnahme formuliert er förmlich eine Kampfansage an herkömmliche Zahlungsdienstleistungsunternehmen:


Warum würde irgendjemand jemals wieder Western Union verwenden?

Bislang ist das Angebot nur iOS-Nutzer:innen zugänglich. Es wird jedoch betont, dass bereits an einer Android-Option gearbeitet wird. Zu einem möglichen Angebot über die Web-Version gibt es bislang keine Prognosen. Alessandro Paluzzi, einer der Twitter-Entwickler, postete bereits Bildschirmaufnahmen, die Schnittstellen zur Integration von Ethereum-Adressen im Twitter-Profil zeigten.

Funktionsweise

Dem Blog-Eintrag von Jack Mallors zufolge, ist die grundlegende Idee, dass Social-Media-Plattformen zukünftig anbieten, Geld zu versenden. Dabei wird über Facebook, Twitter oder TikTok ein Betrag in der nationalen Währung eingegeben. Diese wird anschließend angeblich in Bitcoin umgewandelt und über das Lightning Netzwerk in sekundenschnelle verschickt. Anschließend folgt die Umwechslung in die Landeswährung der Empfängerin. Dabei interagieren alle Beteiligten auf Grundlage eines einzelnen, globalen Standards.

Mögliche Use-Cases nach Mallers

Die Möglichkeit kostenlose, schnelle und weltweite Transaktionen durchzuführen, bietet Mallers zufolge unterschiedliche Use Cases. Zum einen könnten so trotzdem Zahlungen zwischen Personen abgewickelt werden, zum anderen könnten damit aber auch Güter oder Dienstleistungen bezahlt werden. Insbesondere sieht der 29-jährige die Chance damit Content Creators ein Trinkgeld zukommen zu lassen. Denn aufgrund der geringen Transaktionsgebühren bei Lightning werden Mikrozahlungen attraktiver. Ganz generell, kann die nun eingeführte Option auch dem Kauf und Verkauf von Bitcoin dienen.

Twitter arbeitet an NFT-Authentifizierung

Bei Twitter scheint gerade einiges zu passieren. Neben der Integration von Bitcoin und dem Lightning Network, arbeite Twitter gerade auch an einer Möglichkeit NFT auf ihrer Plattform zu authentifizieren. Nachdem die Verwendung und Einführung von Avataren auf Twitter förmlich explodiert war, versuche das Unternehmen nun eine Option zu schaffen, sodass Eigentum und Herkunft der Avatare überprüft werden können. Das würde vermutlich nicht nur die Integration von NFT auf Twitter stärken, sondern auch das ganze NFT-Ökosystem fördern.



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