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Wie Daimlers Mobility Blockchain Platform Uber das Wasser abgreifen will

Daimler startet mit einer Reihe von Blockchain-Start-ups die Mobility Blockchain Platform. Über die Verheißungen der Plattform-Ökonomie und einen übermächtigen Konkurrenten.

David Scheider
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Uber

Beitragsbild: Shutterstock

Die Disruption der Automobilbranche schreitet voran. Wachsendes Umweltbewusstsein sowie ein sinkendes Bedürfnis nach dem eigenen Auto stellen die gesamte Brache vor neue Herausforderungen. Am deutlichsten zeigt sich dies am Beispiel Uber. Die aggressive Vermarktungspolitik des Mobilitätsunternehmens hat seit geraumer Zeit bereits spürbare Auswirkungen auf die hiesige Taxi-Branche. Entgegen aller Widerstände schafft das US-Start-up Fakten: Seit diesem Jahr ist Uber auch in deutschen Großstädten zu finden.

Dass Unternehmen wie Uber so erfolgreich sind, liegt unter anderem an der so genannten Plattform-Ökonomie. Denn ohne ein einziges Fahrzeug zu besitzen ist Uber als Mobilitätsunternehmen auf sage und schreibe 81 Milliarden US-Dollar bewertet. Möglich macht dies die immense Menge an Wirtschaftskraft, die Uber auf seiner zentralisierten Plattform vereinigen kann; das Zauberwort heißt auch hier Netzwerkeffekte.

Blockchain als Gegenentwurf

Überflüssig zu erwähnen, dass Uber auch die hiesige Automobilbranche mächtig durcheinanderbringt. Was tun gegen Tesla, Uber und Co.? Die Antwort lautet – wie so häufig – Blockchain. Denn wie aus einer Pressemitteilung hervorgeht, will Daimler in Kooperation mit vier Blockchain-Start-ups aus Deutschland eine dezentrale Alternative zu Diensten wie Uber ins Leben rufen. Die Rede ist von der so genannten Mobility Blockchain Platform. Auch dafür will sich Daimler die Verheißungen der Netzwerkeffekte zu Nutze machen, mit dem Unterschied, Plattform-Ökonomie zu sein, ohne dabei als zentralisierte Entität aufzutreten.

Denn auf der Mobility Blockchain Plattform treten eine Reihe Service-Anbieter gegeneinander in Wettbewerb und konkurrieren so um die Gunst der Nutzerinnen und Nutzer. Für den Verbraucher ergibt sich folglich ein offener Markt aus Angeboten, aus denen sie wählen können. Auf der anderen Seite teilen sich die Wettbewerber indes die Plattform; so bleiben die Vorteile der Plattform-Ökonomie erhalten. Man spricht von so genannter Coopetition, ein Neologismus aus Cooperation (Kooperation) und Competition (Wettbewerb).

Daimler und 51nodes sagen Uber den Kampf an

Federführend verantwortlich für die neue Plattform ist die Blockchain Factory von Daimler, die das Projekt mit Unterstützung vom evan.network, Blockchain Helix, RIDDLE&CODE und 51nodes im Rahmen der STARTUP AUTOBAHN ins Leben gerufen hat.

Wir bei 51nodes sind überzeugt, dass die Mobility Blockchain Platform ein Teil einer neuen digitalen, kryptografischen Ökonomie werden wird. Wir gehen davon aus, dass sich in den nächsten 18 bis 24 Monaten zeigen wird, ob der gewählte Ansatz eine ernstzunehmende Alternative zu Unternehmen wie Uber werden wird,

zeigt sich Jochen Kaßberger von 51nodes entsprechend zuversichtlich, dass das Projekt den Proof of Concept bestehen wird.

Doch die Konkurrenz schläft nicht. Uber macht sich nach wie vor daran, als Fahrdienstleiter zu Monopolstellung zu kommen. Obwohl das US-Unternehmen nicht einmal profitabel ist, hat sich die Anlegerschaft um Uber-Aktien, die das Unternehmen im Mai für 45 US-Dollar pro Stück ausgegeben hatte, gerissen. Gegen einen so aggressiven Konkurrenten dürfte es die Mobility Blockchain Platform schwer haben.

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