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Weltfrauentag Warum der Krypto-Space mehr Frauen braucht

Das Bitcoin-Lending-Unternehmen BlockFi veröffentlicht pünktlich zum internationalen Frauentag einen Bericht, der zeigt: mehr Investorinnen würden das Krypto-Ökosystem stärken. Zudem können sich Frauen mithilfe von Kryptowährungen finanziell unabhängiger machen.

Marlene Müller
 |  Lesezeit: 4 Minuten
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Internationaler Weltfrauentag

Beitragsbild: Picture Alliance

| In ganz Deutschland demonstrieren Menschen am 8. März für die Gleichberechtigung von Frauen.

“Der Großteil von weiblichen Krypto-Besitzerinnen kauft und hodlt”. Genauer gesagt, 70 Prozent der von BlockFi befragten 1.031 amerikanischen Frauen, die Kryptowährungen besitzen, halten die Währung langfristig. Im Vergleich dazu ist der Anteil der Hodler im Gesamtmarkt (m/w/d) ein ganzes Stück kleiner. In diesem hodlen nur 55 Prozent ihre Kryptowährungen. Zu diesem Ergebnis kommt der vom Bitcoin-Lending-Unternehmen im Januar 2022 durchgeführte Bericht “RealTalk: Women Crypto“.

Ein Grund für dieses langfristig-denkende Verhalten ist, dass Frauen oftmals weit weniger risikoaffin handeln als Männer. Deswegen ist das risikoreichere Day-Trading für sie oft weniger attraktiv als eine langfristige Anlagestrategie. Wenn Frauen also nicht in kurzfristigen Perioden denken, kann ein hoher Anteil an Krypto-Investorinnen zu einem stabileren Ökosystem beitragen.

Frauen als Treiberinnen einer Massenadoption

Darüber hinaus plant eine aus drei befragten Frauen im kommenden Jahr in Kryptowährungen zu investieren. 60 Prozent davon, sogar innerhalb der nächsten drei Monate. Das Potenzial einer solchen Adoptionswelle könnte riesig sein. Schließlich machen Frauen 50 Prozent der Gesamtbevölkerung aus. In den USA sind das fast 170 Millionen Menschen. Wenn tatsächlich jede Dritte davon innerhalb des nächsten Jahres in Kryptowährungen investieren sollte, wären  44 Millionen potenzielle Käuferinnen – gesetzt, man rechnet die Minderjährigen heraus. Für die Bitcoin-Massenodoption wäre das ein großer Schritt. Schließlich sind es auch heute noch größtenteils Frauen, die beispielsweise den täglichen Einkauf erledigen. Wie die Studie “Female Finance – Digital, Mobil, Networked” bestätigt, beeinflussen Frauen weltweit 80 Prozent der Kaufentscheidungen.

Mehr Innovationen für den Krypto-Sektor

Ein weiteres Ergebnis der Studie ist, dass sich etwa 15 Prozent der befragten Frauen für einer Karriere im Blockchain-Bereich interessieren. Insbesondere bei der Ausarbeitung digitaler Zentralbankwährungen sollte die Leistung von diversen Teams nicht unterschätzt werden. Dabei bedeutet divers, dass sich das Team aus Personen unterschiedlichen Geschlechts, einer unterschiedlichen Herkunft und verschiedenen Wertevorstellungen, zusammensetzt. Wie in der Vergangenheit schon häufig durch Unternehmen wie McKinsey oder die Boston Consulting Group (BCG) aufgezeigt, sind diverse Teams innovativer. Auf Unternehmen bezogen berechnet die BCG, dass mit diversen Teams im Durchschnitt rund 45 Prozent des Umsatzes durch Innovationen generiert werden. Bei Unternehmen, die vornehmlich auf weiße, männliche Teams setzen, liegt dieser Wert nur bei 26 Prozent.

Und wer sind die Frauen im Krypto-Sektor? Hier stellen wir fünf der einflussreichsten Persönlichkeiten vor, die mit Bitcoin, Blockchain und Co. den Finanz- und Wirtschaftssektor von morgen schaffen.

Diese 5 Frauen sollte sich die Krypto-Welt merken

Doch Frauen können den Krypto-Space nicht nur mit Ihrer bloßen Adoption, ihrem (oftmals) risikoaversen Verhalten und ihrem positiven Einfluss auf die Entwicklung innovativer und erfolgreicher Konzepte beeinflussen. Zugleich haben sie die Chance, von der Technologie und den sich daraus ergebenen Möglichkeiten zu profitieren.

Warum Frauen Kryptowährungen brauchen

Seit 1958 erst dürfen Frauen ihr eigenes Vermögen verwalten, seit 1977 bundesweit arbeiten, ohne die Erlaubnis bei ihrem Ehegatten einzuholen. Bis heute verdienen Frauen im Durchschnitt in keiner einzigen Branche mehr als Männer, wie das Statistische Bundesamt feststellt. Selbst in einem hoch entwickelten Land wie Deutschland liegt der (unbereinigte) Gender Pay Gap noch bei 20 Prozent. Das zeigt, dass Frauen immer noch nicht wie ihre männlichen Kollegen in der Frage nach Gehalt, Position und Macht behandelt werden.

Insbesondere in der Finanzwelt bestätigen sich die strukturellen Unterschiede zwischen den Geschlechtern deutlich. Viel weniger Frauen verfügen über Rücklagen fürs Alter, weniger Frauen haben Anlage-Portfolios und weniger Frauen finden in diesen Bereichen Positionen und Anerkennung. Wer wirklich glaubt, dass das daran liegt, dass sie “nicht qualifiziert genug sind” oder sich “einfach nicht dafür interessieren” verschließt die Augen vor jahrhundertelangen Traditionen und Männerbündnissen, vor ungerechten Zugängen zu wirtschaftlichen Ressourcen, Technologien und Finanzen und vor Chancen, die mit einer Emanzipation in diesem Bereich einhergehen werden.

Blockchain gegen strukturelle Benachteiligungen von Frauen

Besonders in der Finanzwelt bieten die neuen Produkte wie NFT, DeFi und DAOs neben Kryptowährungen selbst, einige Chancen. Frauen könnten mithilfe dieser eine finanzielle Selbstbestimmung, mehr Einflussnahme und Gleichberechtigung erreichen. Das liegt mit unter daran, dass ein neuer Sektor immer die Chance bietet, mit Gewohntem zu brechen. Zugleich ist die Natur einer dezentralen Organisation weit weniger abhängig von den Entscheidungen einzelner Personen beziehungsweise Männern in Führungspositionen.

Nicht umsonst haben die Vereinten Nationen die Sustainable Development Goals beschlossen, um unter anderem Geschlechtergleichstellung zur internationalen Aufgabe zu machen. Und nicht umsonst gehen Menschen am 8. März weltweit auf die Straße, um auf notwendige Verbesserungen für die Lebensrealität von Frauen aufmerksam zu machen. Möge die Blockchain mit ihnen sein.

Mit Zuarbeit von Marlen Kremer

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