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3 Fragen an Herr Keding, wann kommt der Bitcoin-Broker bei der Sparkasse?

Tim Keding ist Krypto-Entrepreneur, Investor und als Beirat bei der Berliner Sparkasse reichen seine Fühler auch in den traditionellen Finanzsektor. Mit CryptoStudio hat Keding zudem ein Internetportal zum Thema Krypto-Lending gegründet. Wir haben Fragen.

David Scheider
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In seiner beruflichen Laufbahn hat Tim Keding schon so manches Projekt zum Kassenschlager gemacht. Als früher Investor ist Keding etwa auf den Web1-Zug aufgesprungen – lange, bevor die Blase platzte. Jüngst hat es dem deutschen Entrepreneur allerdings das Kryptoversum angetan: Das CryptoStudio und ein Web3-Fonds sind nur zwei der Projekte des umtriebigen Unternehmers – und was wurde eigentlich aus den Bitcoin-Gerüchten der Sparkasse?

BTC-ECHO: Herr Keding, welche Entwicklung im Krypto-Sektor ist für Sie die aktuell spannendste? Welches Thema wird uns 2022 beschäftigen?

Tim Keding: Der Krypto-Sektor wird auch 2022 in großem Maße neue User onboarden. Dafür sehe ich zwei Entwicklungen als die zentralen Treiber: Erstens entdecken immer mehr Sparer, dass das Crypto Lending mit Stablecoins Zinseinkommen ohne Volatilitätsrisiken ermöglicht – zeitlich trifft das mit einer Rekordinflation und der Umsetzung von Negativzinsen auch bei kleinen Vermögen zusammen. Zweitens beschäftigt sich durch das Aufkommen des Web3-Narrativs eine neue Zielgruppe mit dem Krypto-Sektor, die bislang noch nicht oder nur am Rande damit in Berührung kam. 

BTC-ECHO: Mit CryptoStudio sind Sie Mitgründer eines Vergleichsportals für Crypto Lending. Haben Sie einen favorisierten Lending-Anbieter?

Tim Keding: Das CryptoStudio ist viel mehr als eine Vergleichsplattform, sondern bietet neben den Anbietervergleichen auch ein Wissensportal, Zinsübersichten und Tools wie den Krypto-Zinsrechner. Im Gegensatz zu vielen anderen Krypto-Projekten sind wir komplett unabhängig und gehören auch keiner dogmatisch voreingenommenen Gruppierung innerhalb des Krypto-Sektors an. Wir haben somit auch keinen favorisierten Lending-Anbieter. Den gibt es auch gar nicht, denn die Plattformen unterscheiden sich signifikant voneinander. Das war auch überhaupt erst der Grund, weshalb wir den Lending-Vergleich ins Leben gerufen haben: Wir wollten unsere internen Recherchen und Tipps & Tricks auch Dritten zur Verfügung stellen. 

BTC-ECHO: Sie sind unter anderem im Beirat bei der Berliner Sparkasse. Wann bietet die Sparkasse einen Krypto-Broker an?

Tim Keding: Dass es im Hause der Sparkasse grundsätzliche Überlegungen zum Krypto-Thema gab, auch kontroverse, hat man ja jüngst in der Presse vernehmen können. Als Beiratsmitglied kann ich natürlich keine internen Details preisgeben. Die Geschichte der Finanzindustrie zeigt, dass das Aufkommen von neuen Technologien immer auch mit Bedenken einhergeht. Beispiele dafür sind der Einsatz der Computertechnik oder die Einführung von Kreditkarten und später des Internets. So verrückt das aus heutiger Sicht auch klingen mag, das Adoptieren neuer Technologien scheint eine systemimmanente Herausforderung von Konzernen zu sein. Am Ende gilt jedoch für alle Unternehmen: Wer nicht mit der Zeit geht, geht mit der Zeit.

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