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Visa lanciert Blockchain-Lösung für internationalen Zahlungsverkehr

Visa hat sein Bezahlnetzwerk Visa B2B Connect veröffentlicht. Namhafte Partner wie IBM haben an der auf Geschäftskunden und Banken zugeschnittenen Distributed-Ledger-Lösung mitgewirkt. Hat für Ripple nun das letzte Stündchen geschlagen?

Christopher Klee
 |  Lesezeit: 2 Minuten
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Quelle: Shutterstock

Die Kreditkartengesellschaft Visa hat den Start ihrer Blockchain-Lösung für Geschäftskunden verkündet. „B2B Connect“ soll weltweit grenzüberschreitende Überweisungen zwischen Banken und ihren Geschäftskunden beschleunigen. Das soll unter anderem durch den Wegfall eines Intermediärs ermöglicht werden – ein zentraler Vorteil der Blockchain- und Distributed-Ledger-Technologie. Eine wichtige Rolle spielt dabei die Möglichkeit, digitale Identitäten über B2B Connect fälschungssicher zu übertragen. Visa B2B Connect hat die Enterprise-Lösung Hyperledger der Linux Foundation integriert. Mit Bottomline Technologies und Fidelity International Services (FIS) hat Visa ferner bereits im Vorfeld gut vernetzte Zahlungsdienstleister für sich gewinnen können.

Die Modernisierung von Finanzinstituten über alle Zahlungssysteme hinweg ist ein wichtiger Grundsatz der globalen Strategie von FIS, und wir freuen uns, zu den ersten Partnern von Visa zu gehören, die unseren gemeinsamen Kunden den Zugang zur Visa B2B-Connect-Plattform in großem Umfang ermöglichen,

sagt Raja Gopalakrishnan, internationale Leiter des Bereichs Banking and Payments bei FIS Global Financial Solutions, zu der Kooperation.

Visa B2B Connect – ein Trumpf gegen Ripple?

Darüber hinaus hat auch der US-amerikanische IT-Riese IBM bei der Erschaffung von B2B Connect mitgewirkt. Marie Wieck, Leiterin von IBM Blockchain, kommentiert:

In der Zusammenarbeit mit Visa B2B Connect kombinieren wir die Stärken des weltweit führenden Anbieters für elektronische Zahlungen mit der anerkannten Expertise von IBM bei der Unterstützung der Skalierung von verteilten Ledgern. Dies ist ein einzigartiges Beispiel dafür, wie blockchainbasierte Architektur zur Transformation von B2B-Wertschöpfungsketten beitragen kann, indem sie sichere und transparente Transaktionen weltweit ermöglicht.

Visa sieht in B2B Connect die „Grundlage für einen Service, der das Potenzial hat, grenzüberschreitende Zahlungen zu transformieren“. Genau das versucht indessen auch das kalifornische Krypto-Unternehmen Ripple Labs, das mit seinem Ripple-Netzwerk ebenfalls auf den Interbankenhandel abzielt. Es wird also spannend sein, zu beobachten, wer sich hier durchsetzen kann. Schafft es das kalifornische Krypto-Start-up, den etablierten Visa-Konzern von seinem Thron zu stoßen? Oder hat für Ripple und das gleichnamige Bezahlprotokoll mit dem Start von Visa B2B Connect das letzte Stündchen geschlagen?

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