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Visa: Auf der Suche nach Blockchain-Expertise

Der Plastikkartenhersteller Visa möchte seine Kompetenz im Bereich Blockchain und Kryptowährungen ausbauen. Darauf deutet eine Stellenanzeige hin, die der Konzern für sein Büro im kalifornischen Palo Alto geschaltet hat. 

Christopher Klee
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Beitragsbild: Shutterstock.com

Visa sucht nach Verstärkung für das hauseigene Krypto-Team. So ist auf der Website des Unternehmens derzeit eine Stelle für einen Technischen Produktmanager mit FinTech-Expertise ausgeschrieben. Insbesondere sollen die Anwärter über ein ausgeprägtes Interesse an der Schnittstelle von Kryptowährungen und Bezahldienstleistungen verfügen. So heißt es in der Anzeige:

Sind Sie mit der permissionless Blockchain-Technologie bestens vertraut und verfügen über ein enges Netzwerk von Experten im schnelllebigen Kryptowährungs- und FinTech-Ökosystem? Sind Sie begeistert von der Herausforderung, neue Produkte für Visa zu entwickeln, um FinTechs, die Kryptowährungen unterstützen wollen, einen Mehrwert zu bieten?

Wer diese Fragen mit einem begeisterten Ja! beantworten und entsprechende Berufserfahrung vorweisen kann, hat Chancen auf die Position im kalifornischen Palo Alto. Der bzw. die neue Produktmanagerin soll das Krypto-Team von Visa unterstützen, das seinerseits zur FinTech-Abteilung des Konzerns gehört.

Erste Gehversuche bereits 2016

Visa ist bislang vor allem durch eine deutliche Krypto-Skepsis in Erscheinung getreten. Kein Wunder: Schließlich zählen Kreditkartenunternehmen zu jenen Mittelsmänner, denen zahlreiche Krypto-Projekte wie Bitcoin den Kampf angesagt haben. Nichtsdestotrotz will sich auch Visa nicht dem technologischen Fortschritt entziehen. Bereits 2016 lotete Visa Europe mit der kanadischen BTL Group das Potenzial der Blockchain-Technologie für bankinterne Überweisungen aus. Es folgte im November 2017 der Launch des Blockchain-Pilotprojekts B2B Connect. B2B Connect ist eine blockchainbasierte Plattform, die Finanzinstituten die Möglichkeit bieten soll, grenzüberschreitende B2B-Zahlungen von Unternehmen abzuwickeln. Ein ähnliches Projekt lancierte die Konkurrenz von MasterCard bereits im Oktober 2017.

Die bisherigen Vorstöße Visas in den Bereich der Blockchain haben nichts mit einer „permissionless“, also einer öffentlich zugänglichen und einsehbaren Blockchain zu tun. Klassische Beispiele für eine solche offene Blockchain liefern etwa Bitcoin und Ethereum. Auch wenn in der Stellenausschreibung explizit von Kenntnissen über permissionless Blockchains die Rede ist, darf man wohl davon ausgehen, dass Visa weiterhin den Pfad einer Enterprise-Blockchain beschreiten wird.

Wem der Weg nach Palo Alto indes zu weit ist, um seine Blockchain-Expertise unter Beweis zu stellen, dem sei ein Blick auf die Jobbörse von BTC-ECHO nahegelegt.

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