Umweltfreundliches Fahren mit dem MobiCoin – geht das?
Phillip Horch

von Phillip Horch

Am · Lesezeit: 2 Minuten

Quelle: ATACAMA, CHILE - NOVEMBER 14, 2015: Abandoned trucks Mercedes-Benz 1920 in the lifeless Atacama Desert. via shutterstock

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Auch Daimler schließt sich dem aktuellen Trend an, die Blockchain-Technologie und Kryptowährungen für sich zu nutzen. Mit dem MobiCoin will der Automobilhersteller Anreize für umweltfreundliches Fahren schaffen. Ein Projekt, das sich beim zweiten Blick als clevere Marketingstrategie erweist.

Das Umwelt-Gewissen beruhigen, obwohl man Auto fährt? Sprit sparen und dabei die Natur schonen? Sich ressourcenschonend fortbewegen und dafür auch noch belohnt werden? Klingt verführerisch. Mit diesem Konzept lockt Daimler nun potentielle Kunden. Mit der hauseigenen Kryptowährung MobiCoin will das Unternehmen aus Stuttgart seine Kunden künftig für umweltschonendes Fahren belohnen, so kündigen sie es auf ihrem Blog an. Ob die Kryptowährung später jedoch Verwendung finden wird, ist momentan noch ungeklärt.


MobiCoin, ein bisschen wie IOTA

Das Konzept, das hinter MobiCoin steht, erinnert in seiner Funktionsweise dezent an IOTA. Über eine App will das süddeutsche Unternehmen Fahrzeugdaten sammeln und sie in MobiCoins umwandeln. Je umweltfreundlicher die Testfahrer fahren, umso mehr Token sollen sie letztlich dafür erhalten. Die App, über die die Ausschüttung der Coins erfolgt, fördert außerdem den Wettbewerbsgedanken der Nutzer. Ein Feature der App verspricht dahingehend eine Vergleichbarkeit zwischen der Umweltfreundlichkeit seiner Nutzer – Anreizsysteme inklusive. Dazu kommen App-interne Rankings, die die Gewinner mit Preisen belohnen. Damit auch alles glatt läuft, enthält die App die nötigen Tipps, um tatsächlich umweltschonend zu fahren. Letztlich übernimmt die App also die Kontrolle des Fahrverhaltens, den Ansporn zum Wettbewerb, Vorschläge zum besseren Fahrverhalten und die Ausschüttung der Coins – Internet der Dinge, wir kommen!


Marketingstrategie hin oder her – der Vorstoß von Daimler, umweltschonendes Fahren zu fördern, ist sicher nicht verkehrt. Einen Haken hat die Sache jedoch. Wie es aussieht, ist das System momentan lediglich auf das GLC-Modell von Mercedes-Benz ausgelegt. Das Patent für den Namen MobiCoin liegt beim US-amerikanischen Patentamt bereits seit dem 5. Dezember vor. Ob das Projekt Erfolg haben wird, bleibt freilich abzuwarten.

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