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Turbulenzen bei Huobi: Bärenmarkt bringt Bitcoin-Börse in Bedrängnis

Der Bärenmarkt macht Huobi zu schaffen. Einem Bericht der South China Morning Post zufolge ringt die singapurische Krypto-Börse mit existenziellen wirtschaftlichen Problemen. Erste Mitarbeiter mussten bereits betriebsbedingte Kündigungen hinnehmen.

David Scheider
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Beitragsbild: Shutterstock

Die Bären sägen am Stuhl von Huobi. Die asiatische Bitcoin-Börse hat es aber auch nicht leicht. Bereits im Jahr 2017 sah sich die Exchange gezwungen, vom chinesischen Festland auf die Insel von Singapur zu migrieren. Wir erinnern uns: Im September verbot die chinesische Staatsführung den Handel mit Kryptowährungen wie Bitcoin. Damals gehörte die Börse noch zu den größten ihrer Art weltweit. Doch das ist passé.

Huobi muss den Gürtel enger schnallen

Wie Huobis CEO Livio Weng Xiaoqi im Interview mit der South China Morning Post (SCMP) mitteilte, hat das Unternehmen mittlerweile mit ernsten wirtschaftlichen Problemen zu kämpfen.

„Wir wissen nicht, wie lange der Bärenmarkt anhält, sodass es immer noch möglich ist, dass wir ums Überleben kämpfen müssen“, sagte Weng während eines Interviews in seinem Pekinger Büro. „Wir müssen im Voraus planen und das Geld sorgfältig ausgeben.“

Der Bärenmarkt ist also Schuld an der Misere. Das ist nicht weiter verwunderlich, schließlich erwirtschaften Krypto-Börsen den Hauptteil ihres Umsatzes mit Transaktionsgebühren, die sie für Handelsaktivitäten ihrer Kunden erheben.

Geht das Handelsvolumen zurück, sammeln die Exchanges entsprechend weniger Gebühren ein. In diesem Fall zum Leid der Mitarbeiter: Ähnlich wie bei Bitmain, muss sich auch Huobi von einem Teil seiner Angestellten trennen. Dies sei CEO Weng zufolge der einzige Weg für die Exchange, um weiterhin profitabel operieren zu können.

Futures-Plattform erfolgreich lanciert

Unterdessen steckt Huobi den Kopf nicht in den Sand. Mit dem Launch einer Plattform für Krypto-Futures tritt das Unternehmen in direkte Konkurrenz zu Schwergewichten wie OKEx und BitMEX. Dem SCMP-Bericht zufolge setzten Anleger auf der neuen Plattform alleine im Dezember 20 Milliarden US-Dollar um.

Zugute kommen dürfte der Exchange indes auch seine internationale Ausrichtung:

„Unser größter Vorteil gegenüber Wettbewerbern ist, dass wir Lizenzen in allen wichtigen Ländern haben“,

sagte Weng gegenüber der SCMP. Ein Silberstreif am Horizont.

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