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Teurer Tee: Der Pu-Erh-Coin aus China

Die chinesischen Behörden haben das sechsköpfige Team von PEB verhaftet. Das Unternehmen hatte einen Coin herausgegeben, der von einer bestimmten Menge des wertvollen Pu-Erh-Tee gedeckt sein sollte. Bei einer Durchsuchung der Räume fand man jedoch nicht annähernd genügend Tee, um die herausgegebenen Token zu decken.

Phillip Horch
 |  Lesezeit: 1 Minuten
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Der Pu-Erh-Tee aus China zählt zu den besten Teesorten überhaupt. Gemäß der chinesischen Medizin bringt der Tee das Yin und Yang der Menschen in Einklang. Seine Wirkung wird als reinigend beschrieben, er entschlackt und entgiftet den Körper. Darüber hinaus soll er nicht nur beruhigend wirken, sondern auch beim Abnehmen helfen. Der Reifungs- und Fermentationsprozess der leckeren Blätter kann Monate, gar Jahre dauern – das ist es unter anderem, was ihn recht wertvoll macht. Bemüht man die Suchmaschine seines Vertrauens, stößt man schnell auf Angebote, bei denen 100 Gramm des Pu-Erh-Tees 250 Euro kosten – das sind beim derzeitigen Kurs gut und gerne mal 0,5 Ether.

Diese Eigenschaften des wertvollen Gebräus machte sich nun eine Betrüger-Bande aus China zu Nutze. Laut dem Lokalmedium Guangdong Daily hat die chinesische Polizei sechs Individuen festgenommen, die mit einem Tee-Coin insgesamt 3.000 Investoren um 47 Millionen US-Dollar betrogen haben.

Deckung der Coins konnte nicht gewährleistet werden

Das Projekt Pu-Erh-Coin existierte seit 2017. Der Besitz eines Tokens sollte gewährleisten, dass man ihn gegen eine bestimmte Menge des wertvollen Tees eintauschen können sollte. Laut Angaben von PEB hatte das Unternehmen eine große Menge davon eingelagert – Milliarden von US-Dollar sollten die Einlagen wert sein.

Nach der Durchsuchung der Räume von PEB kam dann jedoch schnell Ernüchterung. Man konnte nur eine „sehr geringe Menge“ des Tees im Vorrat des Unternehmens finden. Und das obwohl das Unternehmen hohe Renditen bei geringen Einlagen versprochen hatte. Mit ihren eigenen Vorräten an Token hatte das Unternehmen den Preis manipuliert. Da sie die Deckung der Coins nicht gewährleisten können, steht ihnen jetzt mindestens eine Geldstrafe ins Haus.

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