Just another FUD? Tether (USDT): Erneute Ermittlungen der US-Justiz
Christian Stede

von Christian Stede

Am · Lesezeit: 2 Minuten

Tether-Münze über einem Abgrund

Quelle: Shutterstock

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Führungskräfte des USDT-Emittenten Tether sind laut Bloomberg mit einer strafrechtlichen Untersuchung wegen Bankenbetrugs konfrontiert. Das Unternehmen dementierte die Vorwürfe prompt.

Tether-Führungskräfte sind Berichten zufolge mit einer Untersuchung des US-Justizministeriums Department of Justice (DOJ) konfrontiert. Die Staatsanwälte wollen die vergangenen Aktivitäten des Unternehmens mit seinen Bankpartnern genau unter die Lupe nehmen, wie aus einem Bloomberg-Bericht hervorgeht. Die Nachrichtenagentur spricht in ihrem Artikel von drei anonymen Informanten, die mit der Angelegenheit vertraut sind. Das DOJ untersucht, ob die Banken von den kryptobasierten Transaktionen, die von Tether durchgeführt wurden, wussten.


Es ist durchaus nichts Neues, dass die US-Behörden Tether auf dem Kieker haben. Nach einem langen juristischen Tauziehen zwischen dem Unternehmen und der New Yorker Generalstaatsanwaltschaft (NYAG) seit April 2019 haben Tether und die Kryptowährungsbörse Bitfinex einen Vergleichsdeal mit der NYAG erzielt. Beide Unternehmen mussten 18,5 Millionen US-Dollar Strafgeld bezahlen. Schon vor dieser Einigung gab Tether bekannt, dass es seinen verbleibenden Kredit in Höhe von 550 Millionen Dollar an Bitfinex bereits im Februar abbezahlt habe.

Marktkapitalisierung von Tether beträgt 68 Milliarden US-Dollar

Der von Tether emittierte Stablecoin USDT ist der nach Marktkapitalisierung größte Stablecoin überhaupt. Die Gesamtzahl der im Umlauf befindlichen Token ist über 68 Milliarden US-Dollar wert. Damit macht Tether auch mehr als zwei Drittel der insgesamt ausgegebenen Stablecoins aus. Alleine schon deswegen kann eine Untersuchung der Justizbehörden gewaltige Auswirkungen auf den ganzen Kryptomarkt bewirken. Seit dem gerichtlichen Vergleich werden Kunden aus New York ohnehin nicht mehr betreut. Immer wieder gibt es auch Spekulationen um eine möglicherweise mangelhafte Abdeckung von USDT. Zuletzt hatte jedoch ein Prüfbericht der Versicherungsgesellschaft Moore Cayman bestätigt, dass die Tether-Token vollständig abgesichert sind


Aber um welche Ereignisse geht es in der aktuellen Untersuchung des DOJ nun konkret? In dem Bericht heißt es, der Fokus liege auf dem frühen Stadium des im Jahre 2014 ins Leben gerufenen Stablecoins. Es besteht wohl der Verdacht, Tether habe vor den Banken verheimlicht, dass die fraglichen Transaktionen in Zusammenhang mit Kryptowerten standen, so die genannten drei Insider. Der USDT-Erfinder ließ mit einer Stellungnahme zu dem Bloomberg-Artikel nicht lange auf sich warten. Der Report wird darin als Versuch einer haltlosen FUD-Kampagne gesehen.

Dieser Artikel folgt dem Muster, abgestandene Behauptungen als “Neuigkeiten” neu zu verpacken. Die fortgesetzten Bemühungen, Tether zu diskreditieren, werden unsere Entschlossenheit, in der Gemeinschaft führend zu bleiben, nicht ändern.

Tether-Stellungnahme zu Bloomberg-Bericht

Man werde weiter kooperativ mit den Behörden zusammenarbeiten und den Kunden gegenüber seine Verpflichtung zur Transparenz einhalten. 


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