Südkorea: 16 Jahre Haft für Bitcoin-Börsenchef von Coinup
Jutta Schwengsbier

von Jutta Schwengsbier

Am · Lesezeit: 2 Minuten

Quelle: Shutterstock

Teilen
BTC57,747.00 $ 2.77%

Südkoreanische Behörden versuchen schon länger, die Krypto-Szene im eigenen Land unter Kontrolle zu bekommen. Nun hat ein Gericht mit hohen Haftstrafen gegen Führungskräfte der Bitcoin-Börse Coinup ein warnendes Beispiel gesetzt.

Ein Gericht in Seoul hat acht Führungskräfte der südkoreanischen Krypto-Börse Coinup zu hohen Gefängnisstrafen verurteilt. Wie die südkoreanische Nachrichtenagentur Yonhap News am 11. November berichtet hat, wurde der Geschäftsführer Kang Seok-Jung zu 16 Jahren Gefängnis verurteilt. Andere leitende Angestellte wurden zu sechs bis elf Jahren Gefängnis verurteilt. Sie sollen gemeinsam einen 386 Millionen US-Dollar schweren Kryptowährungsbetrug organisiert zu haben.


Laut Untersuchungsberichten habe Coinup ein Schneeballsystem aufgebaut. Anlegern wurde in einem Krypto-Investitionsprogramm eine Rendite von 200 Prozent innerhalb von 4 bis 10 Wochen versprochen. Erste Anleger erhielten dann aus später eingezahlten Kundengeldern einen fiktiven Gewinn. Die meisten anderen verloren aber ihr gesamtes eingesetztes Kapital.

Die Richter sprachen in ihrem Urteil deshalb auch von einer Mitschuld der Investoren, die sich nur von Gier und dem Traum vom schnellen Geld leiten ließen. Dadurch hätten die Investoren gegen ihre Sorgfaltspflichten verstoßen.

Die südkoreanischen Strafverfolgungsbehörden sollen die Krypto-Börse Coinup schon länger im Visier gehabt haben.

kryptokompass
Social Token - das nächste große Ding?

Investment Trend: Social Token

Erfahre mehr im führenden Magazin für Blockchain und digitale Währungen (Print und Digital)
☑ 1. Ausgabe kostenlos
☑ Jeden Monat über 70 Seiten Krypto-Insights
☑ Keine Investmentchancen mehr verpassen
☑ Portofrei direkt nach Hause

Zum Kryptokompass Magazin


Südkoreas Kampf gegen Krypto-Kriminelle

Bereits im Jahr 2018 hatte die südkoreanische Polizei häufig Razzien gegen südkoreanische Krypto-Börsen durchgeführt. Südkorea hat zudem den anonymen Handel mit Kryptowährungen verboten. Die Know-Your-Customer-Regeln für Börsen und Banken verpflichten die Benutzer von Bitcoin-Börsen, ein Bankkonto mit identifizierenden Informationen zu verbinden, um Geld einzuzahlen oder abzuheben.

Südkorea ist einer der größten Akteure auf dem Kryptowährungsmarkt. Im Jahr 2017 war der südkoreanische Won die vierthäufigste Fiatwährung für den Bitcoin-Handel – hinter US-Dollar, Yen und Euro. Bei Ethereum (ETH) und Bitcoin Cash (BCH) lag der Won sogar auf Platz zwei als Fiattauschwährung.

Südkoreas Regierung versucht, den schnell wachsenden Markt durch strenge Vorschriften zu regulieren. Ein ursprünglich geplantes Verbot von Initial Coin Offerings hat Südkorea dann allerdings doch nicht eingeführt. Unter bestimmten Bedingungen sind Token-Verkäufe weiter erlaubt.

Choe Heung-Sik, Gouverneurin des Financial Supervisory Service, erklärte dazu, dass Regierungsorganisationen alle legitimen Transaktionen im Kryptowährungshandel unterstützen werden. Südkorea wolle im Einklang mit dem Ziel der G20 einheitliche Regeln schaffen, die Kryptowährungen regulieren, ohne Innovation zu behindern.


Teilen
Die aktuellsten News kostenlos per E-Mail
Ich stimme zu, dass meine E-Mail-Adresse für den Versand des Newsletters gespeichert und verarbeitet wird. Weitere Hinweise

1. Ausgabe kostenlos testen

Das Bitcoin & Blockchain Magazin

1. Ausgabe kostenlos testen

Das führende Bitcoin & Blockchain Szene Magazin

In Print und Digital verfügaber

Neue Investmentchancen verstehen und ergreifen

Jeden Monat über 60 Seiten Insights, Analysen, KnowHow

Streng limitiert

Kostenlose Ausgabe testen oder gratis Prämie sichern

BTC-ACADEMY