Es ist Steuersaison in Deutschland. Krypto-Investoren kratzen ihre Satoshis zusammen, berechnen Trades und die daraus resultierende Steuerschuld. Zwar dürften die meisten im vergangenen Steuerjahr eher Verluste als Gewinne gemacht haben, Steuertücken könnten aber dennoch lauern.
Und die Finanzämter bauen immer mehr Kompetenz bei der Ermittlung von Steuersündern auf. Das müssen Anleger beachten.
So kommt das Finanzamt Krypto-Steuersündern auf die Schliche
Um Steuerverstöße aufzudecken, nutzen Finanzbehörden verschiedene Datenquellen. Dazu gehören Informationen von zentralisierten Dienstleistern wie Börsen oder Brokern sowie öffentlich einsehbare Daten aus Blockchains. Erstere müssen Anbieter von Krypto-Geschäften seit diesem Jahr ohnehin melden.
Laut Florian Wimmer, Geschäftsführer des Steuertracking-Unternehmens Blockpit, versuchen Behörden dabei vor allem Wallet-Adressen realen Personen zuzuordnen. Gelingt diese Verbindung, lassen sich Transaktionen relativ leicht nachvollziehen.
Dabei helfen Analysewerkzeuge von spezialisierten Unternehmen wie Crystal oder Chainalysis. Sie ermöglichen es geschulten Ermittlern Zahlungsströme über mehrere Stationen hinweg zu verfolgen.
Besonders relevant sind Plattformen, auf denen Kryptowährungen wieder in klassische Währungen umgetauscht werden. Diese sogenannten Fiat-Offramps sind häufig regulierte Börsen, über sie können Behörden Nutzerdaten abfragen.
Abschließend gibt der Steuerexperte noch seinen wichtigsten Tipp, eine saubere Dokumentation der Transaktionsdaten: “Wenn die Dokumentation sauber ist, kann man nicht nur trotz einer potenziellen Steuerprüfung gut schlafen, sondern tatsächlich auch steueroptimierend tätig werden und einiges an Geld sparen.”
Haltefrist bleibt entscheidend für Anleger
Wer in Deutschland in Kryptowährungen investiert, sollte die Haltefrist-Regel als wohl wichtigste steuerliche Norm kennen. Denn wer Kryptowährungen länger als ein Jahr hält, kann Gewinne steuerfrei realisieren.
Erfolgt der Verkauf innerhalb dieser Frist, wird der Gewinn mit dem persönlichen Einkommensteuersatz versteuert, dieser kann je nach Einkommen deutlich über dreißig Prozent liegen.
Zusätzlich gilt eine jährliche Freigrenze von 1.000 Euro für private Veräußerungsgeschäfte. Wird diese Grenze überschritten, ist der gesamte Gewinn steuerpflichtig. Mehr dazu liest du hier: Wie Haltefrist und Timing deine Krypto-Steuern beeinflussen.
Du willst in Kryptowährungen investieren? Achte dabei auf die lückenlose Dokumentation der Trades. Die Steuersoftware von Blockpit unterstützt dich dabei.
Börse Stuttgart und Nasdaq entwickeln Tokenisierungs-Plattform
Die Tokenisierung von Wertpapieren rückt auch im DACH-Raum weiter in den Fokus großer Börsenbetreiber. Die Börse Stuttgart Group und Nasdaq haben nun eine Partnerschaft angekündigt, um Handel und Abwicklung digitaler Wertpapiere in Europa auszubauen.
Denn über die von der Börse Stuttgart entwickelte Plattform Seturion sollen Transaktionen tokenisierter Wertpapiere künftig digital abgewickelt werden. Langfristig soll dadurch ein Netzwerk aus Emittenten, Brokern und weiteren Finanzinstituten entstehen.
Zahle mit Cardano (ADA) in Schweizer SPAR-Filialen
Auch im Einzelhandel hält Krypto langsam Einzug. In der Schweiz können Kundinnen und Kunden in 137 SPAR-Filialen erstmals direkt mit der Cardano (ADA) bezahlen.
Möglich wird das durch eine Integration der Cardano-Blockchain in die Zahlungsinfrastruktur des Schweizer Anbieters DFX.swiss. Ziel dieser Initiative ist es, Krypto-Zahlungen im Alltag einfacher nutzbar zu machen und sie ähnlich selbstverständlich wie Kartenzahlungen an der Supermarktkasse zu etablieren. Für Händler ist das Modell attraktiv, da die Transaktionskosten deutlich unter denen klassischer Zahlungsanbieter liegen.
Mit dem Steuertool von Blockpit behältst du alle Trades im Auge und kannst dem Finanzamt eine lückenlose Dokumentation nachweisen.



