Stern Stewart: “Angriff der Nichtbanken”
Max Kops

von Max Kops

Am · Lesezeit: 4 Minuten

Small businessman hitting giant legs of another with hammer

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Welchen Einfluss haben Fintechs auf die traditionelle Bankenindustrie und wie können sich die großen Finanzinstitute gegen die aufstrebenden Techies durchsetzen? Eine Studie von Stern Stewart & Co. untersucht den “Angriff der Nichtbanken”.

Sie sind jung, technikaffin und haben keine Angst, ganze Systeme durch neue Ideen zu zerstören: Die Menschen hinter den Fintechs werden häufig als Angriff auf die großen Mitspieler im Ring gesehen. Lange Zeit konnten letztere eben durch ihre Größe (ergo Kapitalmacht) ihre Position halten und sich durchsetzen. Doch: Die neuen Businessmodelle werden immer intelligenter, basieren eher auf technischen Konzepten und gedanklichen Input als auf Bewegungen mit und Mikrooptimierung von großen Geldsummen.

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Fintech vs. Bank: Die Beine wackeln

Die Fintechs treten optimistisch in den Ring, voller Energie. Sie begeben sich in den Kampf mit ihren Rivalen, die viel erfahrener sind. Sie haben waren Jahrzehnte in genau diesem Business unterwegs, haben etliche Perspektiven gesehen. Aber: Sie sind dem Alltagstrott verfallen. Ihre Strategie im Ring ist gut, sehr gut. Aber sie ist nicht agil. Der Kampf gegen ein neues Talent, grün hinter den Ohren und ohne ausgefeilte Systematik, ist ein ungewohnter.

So versucht der agile Fintech, seine eigenen Strategien zu entwickeln, auszuprobieren, zu fallen, wieder aufzustehen und eine neue Strategie zu fahren. Die Großbank hingegen steht auf beiden Beinen: Sie steht auf ihrer festen Methodik, mit zwei Beinen, die zu wackeln beginnen.

Fintechs: Agil und spezialisiert

Die Fintechs treten mit Großbanken vor allem deshalb in einen ernsthaften Kampf, weil sie nicht versuchen, “Alles” abzudecken, sondern viel mehr spezielle Services anzubieten, die über herkömmliche Finanzinstitutionen den Privatkunden nur schwer, mit hohen Gebühren oder gar nicht zugänglich waren. Sie verzichten auf große Organisationsstrukturen, einen hohen Mitarbeiteraufwand und individuelle Betreuung. Stattdessen heißt es: Automatisierung statt Proportionalisierung. Viele Kunden nutzen ein gemeinsames System, mit dem sie in aller Regel auf rein technischer Ebene interagieren. Dept-Capital-Marktzugang, Equity-Capital-Marktzugang und der Zugang zu Währungsmärkten: Dinge, die für Privatkunden bisher mit hohen Gebühren verbunden waren oder für kleine Beträge gar nicht erst erstrebenswert waren, sind durch Fintechs auch dieser Zielgruppe ermöglicht.

Können Banken rechtzeitig eine neue Richtung ansteuern?

In der Studie von Stern Stewart geht man sicher davon aus: “Zunächst ist ein weiterer Verlust von Erträgen und Margen zu erwarten”. Damit würden große Teile von vielen Geschäftsbereichen der Banken in der Gefahr der Fintechs stehen. Dennoch macht man die Durchschlagskraft digitaler Geschäftsmodelle im Finanzsektor von den regulatorischen Bedingungen abhängig. Sie haben schließlich einen großen Einfluss darauf, inwieweit neue Modelle etabliert werden können. Nicht zu unterschätzen ist außerdem, dass Banken in puncto Vertrauen ganz klar im Voraus sind, weil sie einerseits seit vielen Jahren bestehen und die Regulatorik im Sinne der staatlichen Rückendeckung das Vertrauen der Kunden bekräftigt. Ein entscheidender Effekt auf der Seite der Banken, den wir bereits unter Banken als Quelle des Vertrauens im näher erklärt haben.

Stern Stewart: Koexistenz von Banken und Fintechs nicht unmöglich

Stern Stewart sieht in der Zukunft neben den Fintechs drei Bankenmodelle, auf die sich die einzelnen Institutionen spezialisieren:

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Die Marktplatzbank

Vergleichbar mit der Fidor Bank stellt diese Bankenart einen Zugang zu Märkten her und konzentriert sich auf die Rolle als technischer Vermittler.

Die kundenorientierte Digitalbank

Banken, die ihr Angebot von Inhouse-Dienstleistungen ausbauen und durch neue Organisationsstrukturen (End-to-End Prozesse statt funktionaler Aufteilung) ausweiten und die Effizienz steigern.

Spezialisierte Finanzdienstleister

Sie zeichnen sich dadurch aus, dass der Detaillierungsgrad ihres Angebots nur schwer automatisierbar ist und wenig Routinearbeiten anfallen. Damit sind sie gegenüber technischen Rationalisierungen relativ resistent und können sich auf ihre Spezialprodukte (z.B. für spezielle Kundengruppen) fokussieren.

Meinung des Autors (Max):

Es ist unumstritten, dass Banken zum Wandel gezwungen sind. Die Studie von Stern Stewart stellt allerdings besonders heraus, dass der Wandel nicht nur auf rein technischer Ebene stattfindet, sondern auch von den Banken auch eine enorme Anpassung der Organisationsstruktur erfordert. Die Organisationsstrukturen der Banken sind letztlich einer der Faktoren, die ihre langsame Innovationsgeschwindigkeit herbeiführen. So kann ich den Veröffentlichern der Studie zustimmen, dass viel mehr als nur die Technik grundsätzlich optimiert werden muss. Acquisitions neuer Fintechs allein reichen dazu (leider) nicht aus.

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