Passives Einkommen 

Staking für konservative Anleger: Diese Coins liefern eine stabile Rendite

Für viele Anleger ist Staking längst zu einem essenziellen Baustein im Krypto-Portfolio geworden. Das sind die risikoärmsten Möglichkeiten, ein passives Einkommen zu generieren.

David Scheider
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COSMOS Logo ein Stapel Coins und das Ethereum Logo sind zu sehen

Beitragsbild: Eigene Montage

| Ethereum, Cardano und Co. gelten als sichere Staking-Coins

Mit festverzinslichen Wertpapieren lässt sich 2026 kaum noch eine Rendite verdienen. Zehnjährige Bundesanleihen etwa werfen eine Rendite von mageren drei Prozent pro Jahr ab, das schlägt kaum die Inflation. Und doch gehören festverzinsliche Wertpapiere in jedes Portfolio. Eine immer interessantere Lösung auch für risikoaverse Anleger, die dennoch passives Einkommen verdienen möchten, ist das Krypto-Staking. Die Rede ist nicht von fragwürdigen 90-Prozent-Versprechen aus DeFi-Protokollen mit unbekannten Gründern, sondern von etablierte Proof-of-Stake-Netzwerken mit nachvollziehbarer Renditemechanik. Wer diese richtig einsetzt, kann eine konstante Zusatzrendite erzielen, die selbst im Vergleich mit klassischen Anlageklassen bestehen kann.

Was ist Krypto-Staking?

Proof-of-Stake-Netzwerke benötigen Teilnehmer, die Kapital hinterlegen, um Transaktionen zu validieren und das Netzwerk zu sichern. Wer das tut, erhält dafür Belohnungen in der jeweiligen Netzwerkwährung. Die Höhe dieser Belohnung hängt von drei Faktoren ab: der Inflationsrate des Netzwerks, dem Anteil des gestakten Gesamtangebots und den anfallenden Transaktionsgebühren.

Je mehr Token gestakt werden, desto mehr verwässert sich die Rendite pro Teilnehmer. Bei den meisten großen Proof-of-Stake-Coins bewegen sich die Staking-Renditen im Bereich von drei bis zehn Prozent jährlich. Diese Zahlen liegen weit entfernt von den nicht nachhaltigen dreistelligen Renditen aus den frühen DeFi-Jahren, sind aber solide und durch das Netzwerkdesign abgesichert.

Ethereum: Das Rückgrat konservativer Staking-Strategien

Ethereum ist das Staking-Äquivalent einer Blue-Chip-Aktie. Ethereum bietet eine jährliche Staking-Rendite von vier bis fünf Prozent, was stabile Erträge in Ethereums robustem Ökosystem ermöglicht.

Laut aktuellen Daten warten etwa 3,4 Millionen ETH darauf, Validator im Netzwerk zu werden. Im Vormonat lag diese Zahl sogar noch über vier Millionen ETH. Das institutionelle Interesse ist spürbar.

Den vielleicht deutlichsten Beweis liefert BlackRock. Mit dem iShares Staked Ethereum Trust ETF (ETHB) hat der Vermögensverwalter ein Finanzprodukt auf der Nasdaq platziert, das 70 bis 95 Prozent seiner Bestände für das Staking nutzt und Anlegern monatliche Ausschüttungen aus den Netzwerkgebühren bietet. Die effektive Rendite liegt nach Abzug der Verwaltungskosten bei etwa 1,9 bis 2,2 Prozent jährlich.

Viele professionelle Investoren betrachten Staking-Rewards als eine Art “On-Chain-Cashflow”, der ETH stärker in die Nähe eines Cashflow-generierenden Assets rückt.

Cardano: Der komfortabelste Einstieg ohne Sperrfrist

Wer maximale Flexibilität sucht, landet früher oder später bei Cardano. Denn Cardano hat kein Slashing (also Bestrafungsmechanismen bei Regelverstößen) und bietet Staking ohne Lock-up.

Cardano bietet flexible Staking-Rewards von rund 3,88 Prozent APY, was Anleger anspricht, die auf stetige Erträge mit minimalem Aufwand aus sind. Gleichzeitig hält Cardano eine bemerkenswert hohe Partizipationsrate: 74 Prozent des ADA-Angebots werden aktiv von der Community gestakt. Das spricht für eine stabile und langfristig denkende Anlegerschaft.

Die Rendite ist bewusst konservativ gehalten, was genau dem Ansatz des Projekts entspricht. Cardano verzichtet auf schnelle Iterationen und setzt auf peer-reviewed Entwicklung. Wer damit leben kann, erhält im Gegenzug vergleichsweise risikoarme Staking-Erträge.

Solana: Höhere Rendite mit überschaubarem Mehraufwand

Solana schlägt eine Brücke zwischen der Sicherheit etablierter Netzwerke und etwas höheren Erträgen. Solana bietet eine jährliche Rendite von fünf bis sieben Prozent, was Anleger dazu motiviert, ihren Stake im Netzwerk zu halten.

Im Unterschied zu Polkadot oder Cosmos ist die Unbonding-Phase bei Solana kurz. Wer seinen Stake auflösen möchte, wartet nicht wochenlang. Das macht Solana für Anleger attraktiv, die zwar passive Renditen erzielen wollen, sich aber die Option auf schnellen Zugriff offenhalten möchten.

Solana sichert sein Netzwerk mit etwa 7,4 Milliarden Dollar an gestakten Mitteln, was rund 69 Prozent des umlaufenden Angebots entspricht. Die hohe Partizipationsrate deutet auf ein gesundes Ökosystem hin, drückt aber auch etwas auf die Einzelrendite.

Für institutionelle Anleger ist Solana mittlerweile ebenfalls interessant. Grayscale hat neben seinem Ethereum-Staking-Produkt auch einen Solana Staking ETF aufgelegt, was das Format weiter legitimiert.

Polkadot und Cosmos: Für erfahrenere Anleger mit Renditefokus

Polkadot (DOT) und Cosmos (ATOM) gehören nicht in die erste Reihe eines defensiven Portfolios, verdienen aber Erwähnung, weil sie zeigen, was das obere Ende eines seriösen Staking-Universums leisten kann.

DOT bietet höhere Renditen mit einem Durchschnitt von acht bis zehn Prozent, was Anleger anspricht, die an Governance und Netzwerkentwicklung interessiert sind. Polkadot bietet rund zehn Prozent Inflation jährlich, wobei die tatsächlichen Raten je nach Staking-Beteiligung angepasst werden. Mit einer aktuellen Inflation von acht bis zehn Prozent liegt die reale Rendite allerdings je nach Netzwerkdynamik zwischen null und sechs Prozent.

Das ist ein wichtiger Punkt, den viele Einsteiger übersehen: Die nominale APY sagt wenig, wenn die Netzwerk-Inflation fast genauso hoch ist. Wer bei Polkadot stakt, muss die Inflationsbereinigung im Blick behalten.

Cosmos liegt noch eine Stufe darüber. Cosmos ist für seine beeindruckende APY von 17,82 Prozent bekannt. Gleichzeitig gilt hier: Cosmos-Token benötigen rund 21 Tage für die Unbonding-Phase, was Liquidität zeitweise einschränkt. Cosmos eignet sich daher eher als Beimischung für Anleger, die das Netzwerk kennen und bereit sind, die Sperrfrist in ihre Planung einzubeziehen.

Risiken, die man kennen sollte

Staking ist keine risikofreie Anlage; drei Faktoren entscheiden über den Erfolg. Erstens das Preisrisiko: Die Rendite wird in der jeweiligen Netzwerkwährung ausgezahlt. Wer fünf Prozent auf SOL verdient, aber der Kurs halbiert sich, steht trotzdem im Minus. Staking schützt nicht vor Kursschwankungen.

Zweitens das Slashing-Risiko: Bei Ethereum, Solana und ähnlichen Netzwerken kann fehlerhaftes Validatorverhalten zu Strafzahlungen führen. Wer direkt stakt und einen schlechten Validator wählt, kann einen Teil seines Einsatzes verlieren. Cardano ist das einzige große Netzwerk ohne Slashing.

Drittens die Unbonding-Phasen: Unstaking-Perioden variieren erheblich zwischen Netzwerken. Ethereum benötigt mehrere Tage, Cosmos rund 21 Tage, Polkadot etwa 28 Tage.

Fazit: Staking als echter Baustein

Staking ist zu einem ernstzunehmenden Renditebaustein geworden, das zeigen nicht zuletzt die institutionellen Produkte von BlackRock und Co. Für konservative Anleger bieten Ethereum und Cardano einen risikoarmen Einstieg. Solana ergänzt das Spektrum für diejenigen, die etwas mehr Ertrag anstreben, ohne dabei die Kontrolle aufzugeben. Wer höhere Renditen sucht, landet bei Cosmos oder Polkadot. Dort lohnt es sich, tiefer in die Tokenomics einzutauchen, bevor Kapital gebunden wird. Schlussendlich muss beim Staking noch die Steuer berücksichtigt werden, dazu liest du hier mehr.

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