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Satelliten SpaceChain erhält Förderung für Blockchain-Netzwerk im Orbit

Extraterrestrische Ambitionen werden belohnt. Das britische Blockchain-Start-up SpaceChain wird auch im Weltraum ein Blockchain-Netzwerk installieren. Dabei sind Bitcoin-Satelliten keineswegs eine neue Erfindung.

Christian Stede
 |  Lesezeit: 2 Minuten
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Beitragsbild: Shutterstock

Das britische Blockchain-Start-up SpaceChain erhält staatliche Förderung für die Entwicklung eines dezentralisierten Satellitennetzwerks im Orbit. Wie aus einer Pressemitteilung hervorgeht, die BTC-ECHO vorliegt, bekommt SpaceChain 440.000 Britische Pfund (rund 480.000 Euro) an Fördermitteln. Zudem erhält das Start-up Zugang zu Forschungs- und Entwicklungseinrichtungen. Gemeinsam mit Addvalue Innovation und Alba Orbital wird SpaceChain eine dezentrale Satelliteninfrastruktur (DSI) entwickeln. Im Kern der DSI wird eine Blockchain betrieben, um die direkte Steuerung eines Satelliten in Echtzeit zu ermöglichen. Die Netzwerkknoten sollen in der niedrigen Erdumlaufbahn (Low Earth Orrbit, LEO) kreisen, wobei die Flughöhe bei höchstens 2.000 Kilometern liegt.

Sobald die DSI-Architektur und die Blockchain-Payload entwickelt sind, folgt eine Testphase, um zuverlässige Konnektivität und Leistung zu prüfen. Ist diese entsprechend erfolgreich abgeschlossen, können Anbieter von Weltraumressourcen, Satellitenanwendungen und Fintech-Unternehmen auf das Netzwerk von SpaceChain zugreifen.

Die Förderung wird von EUREKAs Globalstars-Initiative vergeben. EUREKA wurde 1985 gegründet und ist ein internationales Netzwerk, das sich zum Ziel gesetzt hat, die Zusammenarbeit in Forschung und Entwicklung in 45 Ländern zu fördern. Infolgedessen wurden für dieses Projekt 14 Länder des Kooperationsnetzwerks zur Einreichung von Vorschlägen eingeladen. Mit dem geplanten Blockchain-betriebenen Mesh-Netzwerk von Satelliten im niedrigen Erdorbit plant SpaceChain mit seinen Partnern, „den Zugang zum aufstrebenden Raumfahrtsektor mit niedrigeren Eintrittsbarrieren für einzelne Unternehmen [zu] demokratisieren“.

Projekte zur Erforschung des Weltraums haben ein enormes Ausmaß und erfordern eine enge Zusammenarbeit und Partnerschaft. Dieser Meilenstein eröffnet neue Möglichkeiten für den Aufbau kommerzieller Lösungen, die Weltraum- und Blockchain-Anwendungen nutzen,

Nick Trudgen, Chief Commercial Officer und U.K. Director bei SpaceChain

Blockchain im All

Bereits in diesem Sommer gab SpaceChain bekannt, dass es seine erste Blockchain-Transaktion im Weltraum durchgeführt hat. Die in der Internationalen Raumstation untergebrachte Hardware autorisierte eine Überweisung von 0,0099 BTC (damals etwa 92 US-Dollar). Jeff Garzik, der Chief Technology Officer, führte diese Transaktion durch.

Es wird dies allerdings nicht das erste Mal sein, dass die Blockchain auch den Weltraum bevölkert. Schon Blockstream hat einen Bitcoin-Satelliten in den Orbit geschickt. Die Besonderheit derartiger Weltraumprojekte ist unter anderem die, dass das Satellitennetzwerk rund um die Uhr auf der ganzen Erdkugel verfügbar ist. Die Nutzer sind damit unabhängig von einer Internetverbindung und eventuellen länder- oder regierungsspezifischen Restriktionen. Im Falle von Blockstream ist dafür neben einer vorhandenen Satelliten-Antenne nur der Kauf eines speziellen „Satellite Kits“ notwendig. 

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