SOL-Netzwerk Solana: Wie erfolgreich ist die High Speed Blockchain heute?

Während das SAGA Smartphone und die Google-Cloud-Partnerschaft die Gemüter freuen, dämpfen Bärenmarkt, Netzwerkausfälle und die Beziehungen zu FTX die Erfolgsbilanz. Ein Lagebericht über die Höhen und Tiefen von Solana.

Dr. Stephanie Morgenroth
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Solana

Beitragsbild: Shutterstock

| Gelingt Solana doch noch der Befreiungsschlag?

2017 widmete sich Anatoly Yakovenko der Frage, wie Blockchains schneller werden. Seine Antwort darauf schrieb der spätere CEO in das Whitepaper von Solana, bei welcher die Transaktionen mit Zeitstempeln versehen werden müssen, um sie unabhängig von Blöcken zu verarbeiten. Heute, sieben Jahre später, steht ein ganzes Unternehmen samt Stiftung hinter der Hochgeschwindigkeits-Blockchain, die über 50.000 Transaktionen pro Sekunde (derzeit ca. 3.000 – 5.000 Tps) abwickeln soll und Gasgebühren unter einem Tausendstel US-Dollar pro Transaktion erhebt.

Diese Eigenschaft verhalf Solana mit dem SOL-Token im letzten Bullenmarkt unter die Top-10-Projekte am Krypto-Markt. Das gesamte Ökosystem umfasst Hunderte von Projekten, darunter etwa das bekannte Move-to-Earn-Spiel StepN. Nicht zuletzt eröffnete der Konzern Meta seinen Nutzern auf Instagram und Facebook den Zugang zu Solana NFTs und Google Cloud enthüllte eine Zusammenarbeit mit Solana. Seit 2023 ist außerdem die Erstversion des ersten Solana-Handys SAGA erhältlich, welches einige Blockchain Features enthält.

Womit Solana kämpft

Doch bei all den Erfolgen, musste Solana im vergangenen Jahr einige Dämpfer einstecken. Solana kämpft zum einen – wie viele andere Projekte – mit der derzeitigen Marktsituation, welche das Kaufinteresse an Kryptowährungen allgemein in Schach hält. 2022 wurde das Netzwerk zudem Opfer mehrmaliger Hacks. Daneben wurde eine Klage wegen Wertpapierverstößen erhoben und die enge Beziehung zur Kryptobörse FTX bzw. Alameda Research belastet bis heute das Ökosystem. Bei letzterer FTX-Pleite fand sich wohl so manch ein Kritiker in seiner Meinung bestätigt, das Netzwerk sei zunehmend durch einzelne Kapitalgeber zentralisiert.

Zu guter Letzt lastet der hauseigene “Fluch” auf Solana: Es sind die zahlreichen Netzwerkausfälle, die sich wie ein roter Faden durch die Historie ziehen. Sind das die Kosten, die Solana zahlt, um kostengünstige Transaktionen anzubieten? Klar ist, dass ein Problem zu erklären nicht ausreicht. Solana plant dementsprechend, das Mainnet 2023 mit weiteren Upgrades im Kern zu sanieren und ein zweites Validatoren-Netzwerk für den Notfall aufzustellen. Vielleicht könnte diese Zwischenlösung Solana zukünftig davon abhalten, das Netzwerk offline zu nehmen. Denn diese Art der Sicherheitsvorkehrung muss nicht zwingend Teil eines verfluchten Zentralisierungs-Makels bleiben.

Fazit: Die Langzeit-Wette

Solana gilt als ausgesprochen skalierbares und kostengünstiges Netzwerk, das durch starke Kooperationen außerhalb der Branche gestützt wird. Die Strategie auf schneller Netzwerksynchronisation ging im letzten Bullenmarkt auf, sodass sich Solana trotz einiger Dämpfer unter den Top-10-Projekten nahe Ethereum positioniert hat. Doch auf den Lorbeeren ausruhen kann Solana nicht. So wie Ethereum an weiteren Skalierungslösungen arbeitet, muss Solana seine Ausfälle in den Griff bekommen. Denn spätestens im nächsten Bullenmarkt könnten geringe Gasgebühren Solana erneute Marktanteile zusichern, wenn Nutzer vermehrt nach alternativen Handelsplätzen im DeFi- und NFT-Markt suchen. Am Ende bleibt es eine Langzeit-Wette.

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