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Kooperation mit MakerDAO Societe Generale: 20 Millionen-USD-Darlehen im Tausch gegen Anleihe-Token

Die französische Großbank Societe Generale schlägt ein historisches DAI-Darlehen in Höhe von 20 Millionen US-Dollar (USD) im Austausch gegen Anleihe-Token vor. Die Umsetzung könnte wegweisend sein.

Christian Stede
 |  Lesezeit: 2 Minuten
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Societe Generale

Beitragsbild: Shutterstock

Eine der führenden Banken Frankreichs hat sich mit einem besonderen Anliegen an den dezentralen Finanzpionier MakerDAO gewandt. Als Sicherheit für ein Darlehen des DAI-Stablecoins schlägt die Societe Generale die Einreichung von Anleihe-Token vor. Dieser Vorschlag verdient zweifellos das Prädikat historisch, stellt seine Umsetzung doch die erste große Zusammenarbeit zwischen einer traditionellen Bank und einem DeFi-Protokoll dar. Die Vorteile einer derartigen Vereinigung sind nicht von der Hand zu weisen und betreffen unter anderem die deutlich bessere Kosteneffizienz.

Die Tochtergesellschaft der Societe General SG Force brachte ihr Vorhaben mit dem Namen “Security Tokens Refinancing” am 1. Oktober bei den Governance-Foren von Maker ein. Ein Zustandekommen könnte die Tür für weitere Integrationen zwischen den beiden Sektoren Banken und DeFi öffnen.

Die Bank hat vorgeschlagen, “OFH”-Security-Token (frz.: obligations de financement de l’habitat) anzubieten. Sie gelten nach französischem Recht als gedeckte Schuldverschreibungen und sind durch Wohnungsbaudarlehen hinterlegt. Die Token würden zur Besicherung eines 20-Millionen-USD-Kredits im DAI-Stablecoin von Maker verwendet, der durch eine Reihe von juristischen Personen vermittelt und in sechs bis neun Monaten fällig wird. Die Ethereum-basierten Security Token wurden im Mai 2020 mit einem Nennwert von 46,3 Millionen USD ausgegeben. Sie werden dann im Mai 2025 fällig und haben die höchste Bonitätsbewertung von AAA durch die Ratingagenturen Moody’s und Fitch. Das Ausfallrisiko ist also als gering einzustufen.

MakerDAO-Gründer mimt auf Twitter den Unwissenden

Der Gründer von MakerDAO, Rune Christensen, sagte allerdings auf Twitter, er habe “keine Ahnung” von diesem Vorschlag gehabt. Er fügte hinzu, dass 

dies eines von mehreren aktuellen Beispielen in der Maker Governance ist, wie sich das Organisationsmodell nach der Gründung als besser skalierbar erweist.

Die SG-Forge ist eine regulierte Tochtergesellschaft von Societe Generale, die als Wertpapierfirma gemäß der MiFID 2-Verordnung zugelassen ist. Sie hat sich auf digitale Vermögenswerte und Blockchain-basierte Projekte spezialisiert. Ihr Ziel ist es daher, Emittenten und qualifizierten Anlegern End-to-End-Dienste für die Ausgabe, die Verwaltung und den Handel von auf der Blockchain registrierten digital-nativen Finanzinstrumenten (Security Tokens) anzubieten. Das Dienstleistungsangebot von SG-Forge basiert auf dem Open-Source-Framework CAST (Compliant Architecture for Security Tokens). CAST ist ein neuer Marktstandard und ein Open-Source-Komponentensatz (verfügbar unter der Apache 2.0-Lizenz), der für die Ausgabe, die Verwahrung und den Handel von Security Token entwickelt wurde.

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