Unfairer Vorteil? SEC leitet Untersuchungen gegen Binance.US ein

Die US-Börsenaufsicht SEC will untersuchen, ob Binance.US seinen zwei Tochterfirmen einen unfairen Vorteil verschafft hat.

Christian Stede
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Bürogebäude der Securities and Exchange Commission Bitcoin

Beitragsbild: Shutterstock

| Muss der Krypto-Sektor sich auf weitere Maßnahmen der SEC gefasst machen?

Zu den Ländern, in denen die Kryptobörse Binance Probleme mit den Regulierungsbehörden hat, gehören auch die USA. Wie aus einem Bericht des Wall Street Journals (WSJ) hervorgeht, hat die US-Börsenaufsicht SEC eine Untersuchung von Binance.US, dem in den USA ansässigen Zweig des Kryptowährungsriesen, eingeleitet. 

Merit Peak Ltd. und Sigma Chain AG, zwei Handelsunternehmen, die mit Binance-CEO Changpeng Zhao verbunden sind, stehen im Mittelpunkt dieser Untersuchungen. Die Wertpapieraufsichtsbehörde versucht herauszufinden, wie die Verhältnisse zwischen Binance.US und den beiden Gesellschaften aussehen. Fakt ist, dass Ende 2021 Binance-CEO Zhao an der Spitze der beiden genannten Unternehmen stand.

Laut WSJ fungieren die beiden Handelsfirmen Sigma Chain AG und Merit Peak Ltd. als Market Maker, die Kryptowährungen auf der Binance.US-Börse handeln. Auf seiner Website gibt Binance.US an, dass angeschlossene Market Maker an der Börse handeln können. Welche Firmen dies tun könnten, steht dort aber nicht explizit.

Sprecher von Binance.US nennt Verhalten regelkonform

Ein Sprecher von Binance.US, Zachary Tindall, lehnte es laut Bericht ab, die Untersuchung der SEC und jegliche Beziehung zu den beiden Handelsfirmen zu kommentieren. 

Binance.US hat sich verpflichtet, die höchsten Standards der Regulierungsvorschriften einzuhalten

, sagte er laut WSJ.

Market Maker sind wichtige Akteure in der Handelswelt. Sie tragen dazu bei, Kursschwankungen auszugleichen, indem sie kontinuierlich kaufen und verkaufen, auch wenn die Märkte unruhig sind. Sie werden bezahlt, indem sie eine kleine Differenz zwischen dem Ankaufs- und dem Verkaufspreis einnehmen. Im Aktienhandel etwa ist das Vorgehen dieser Market Maker streng reguliert. Diese Vorschriften fehlen im Krypto-Business jedoch oder werden sehr flexibel gehandhabt. Die Frage scheint nunmehr zu sein, ob Binance.US seinen Handelspartnern einen unfairen Vorteil eingeräumt hat. Ob dies ein Fall für den neuen Rechtsexperten der Krypto-Börse wird, bleibt abzuwarten.

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