Stabil ist anders Ready to DAI? Zum Status der Maker Stable Coins

Der Marktcrash von Mitte März hinterließ im DeFi-Ökosystem seine Spuren. Für Maker bedeutet das nicht nur, sich in einem Gerichtsprozess zu verantworten, auch die Zukunft von DAI steht auf dem Spiel. Auch jenseits von DAI sind einige Entwicklungen im Stable Coin Ökosystem zu sehen. Ein datengestützter Blick auf das Stable-Coin-Ökosystem.

Dr. Philipp Giese
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Ein Spaten sticht in frisch aufgewühlte Erde.

Beitragsbild: Shutterstock

MakerDAO und dem gesamten DeFi-Ökosystem geht es aktuell nicht besonders gut. Nicht nur die Anklage gegen die Maker Foundation macht diesem Sektor zu schaffen. Die große Welle an Liquidierungen, die Kontroversen um die CDP-Auktionen und die damit verbundene Instabilität von DAI sorgen nicht gerade für Vertrauen in den Stable Coin der MakerDAO. Schließlich würde man von Stable Coins vor allem eines erwarten: Eine gewisse Stabilität, eine Kopplung zum US-Dollar. Und diese Kopplung konnte DAI weder in Zeiten des großen Marktcrashes noch aktuell vorweisen:

Zugegeben: Auch die Stable Coins TrueUSD und Gemini Dollar wichen temporär über zehn Prozent vom US-Dollar ab, jedoch müssen DAI und SAI, die alte Version von MakerDAOs Stable Coin, die dramatischsten Abweiungen vom US-Dollar-Kurs für sich beanspruchen. Die Unterschiede sind inzwischen stark gesunken, dennoch konnte die Kopplung nicht komplett wieder hergestellt werden.

SAI und DAI weichen zugunsten von USDC

Wie entwickelt sich diesbezüglich der Markt um Stable Coins weiter? Fest steht, dass die Anzahl der SAI- und DAI-Token im Zuge des Crashes dramatisch zurückging. Dies begann ungefähr zur Zeit des großen Börsencrashs:

Diese Abgabe an USDC hat sich nun gefestigt. Ein Grund dafür mag die Entscheidung seitens der MakerDAO sein, USDCoin als Kollateral zu akzeptieren.

Wie hat der DeFi-Bereich reagiert? Keine Frage: Beim Crash ist die Menge des eingelagerten Kapitals stark gesunken. Wirklich davon erholen konnten sich die Kapitaleinlagen im Decentralized-Finance-Bereich noch nicht:

CeFi statt DeFi? Wie es weitergeht

Soweit zu den Stable Coins aus dem DeFi-Bereich. Wie steht es jedoch um andere, zentralisierte Stable Coins? Die können sich nicht über einen Verlust an Bedeutung beklagen. Sicherlich, bei Tether sieht man, dass die Tether-Token, welche auf OMNI basieren, zugunsten von Token auf Ethereum und Tron in den Hintergrund treten. Es ist ein Legacy-Projekt, welches noch genutzt, aber nicht mehr weiter ausgebaut wird:

Das Wachstum kommt in erster Linie durch einen Ausbau der USDT-Kapazitäten auf der EthereumBlockchain zustande. Ein Grund dafür könnte der DeFi-Markt sein. Tatsächlich ist die Anzahl der USDT-Trades auf dezentralen Börsen nach dem Sturz von DAI, mit denen des Defi-Stable-Coins vergleichbar. Um die Pole Position streiten aktuell DAI, USDC und USDT:

Auch andere Coins wie PAX gewinnen an Bedeutung. MakerDAO und DAI müssen sich was einfallen lassen, wenn sie nicht wollen, dass zentralisierte Stable Coins im DeFi-Ökosystem an Bedeutung gewinnen.

Natürlich versuchen, Lending-Protokolle im DeFi-Bereich hier Abhilfe zu schaffen. Die Zinsen für das Kreditgeschäft sind jedenfalls bei verschiedenen Anbietern auf Tiefstständen:

Obige Abbildung zeigt die Zins- und Kreditraten für die Einlage verschiedener Kryptowährungen auf unterschiedlichen DeFi-Lending-Plattformen. Dabei sind die Kreditraten als durchgängig umrandete Balken, die Zinsraten als gestrichelt umrandete Balken dargestellt. Wir sehen, dass zwar einige Raten noch um die zehn Prozent liegen. Im Kontrast ist jedoch die Kreditrate für DAI auf der Maker-Plattform nur leicht über einen Prozent.

Ob dies jedoch ausreicht, um Leute für weiteres Interesse am DeFi-Geschäft zu führen? Der jüngste Hack von Lendf.me hat das Vertrauen in den Sektor erschüttert. Decentralized Finance muss nun das Vertrauen der Anleger wieder gewinnen.

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