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Preisverfall Ist der NFT-Markt im Keller?

Handelsvolumen auf 12-Monatstief, strauchelnde Blue-Chip-Kollektionen, sinkende Suchanfragen – der NFT-Markt steckt in einer Sinnkrise.

Moritz Draht
 |  Lesezeit: 4 Minuten
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Beitragsbild: Shutterstock

Das sah vor einem Jahr noch ganz anders aus: Das Handelsvolumen am NFT-Markt steuert mit 750 Millionen US-Dollar auf ein neues 12-Monatstief hin. Ein Trend, der sich bereits seit einigen Monaten abzeichnet. Seit dem im Januar erreichten Rekordhoch bei 17 Milliarden US-Dollar ist das Handelsvolumen um inzwischen 95 Prozent gesunken. Nach den Höhenflügen des NFT-Booms scheint die Partystimmung endgültig im Keller.

Wöchentliches NFT-Handelsvolumen | Quelle: Dune.Analytics

Bored Ape Yacht Club im Tauchgang

Dass sich die Marktstimmung abkühlt, zeigt sich vor allem an den NFT-Blue-Chip-Kollektionen: Bored Ape Yacht Club, CryptoPunks, Meebits. Die hochpreisigen NFT-Serien haben in jüngster Zeit deutlich an Attraktivität eingebüßt. Mit 66 Ether hat der Floor Price für einen Bored Ape im August ein Jahrestief erreicht. Nicht besser sieht es bei den anderen Flaggschiffprojekten aus.

Floor Price Bored Ape Yacht Club | Quelle: Coingecko

Die Tendenz des Blue-Chip-Index hat sich über die letzten Wochen und Monate entsprechend nach unten korrigiert. Auch hier deutlich zu sehen: Seit April lässt die Marktkapitalisierung der Zugpferde am NFT-Markt mit wenigen Ausreißern nach. Das von NFTGo anhand von Volatilität, Social Media, Handelsvolumen und Google Trends ermittelte Stimmungsbarometer steht auf “kalt”.

Entwicklung der Bluechip-Kollektionen | Quelle: NFTGo

Suchanfragen sinken

Auch den Google Trends lässt sich entnehmen: Das Interesse an NFTs war schon mal größer. Ende Januar dieses Jahres erreichten die Suchanfragen ihren Höhepunkt, seitdem geht es steil bergab. Aktuell liegen die Suchanfragen wieder auf dem Niveau vom Vorjahr.

Weltweite NFT-Suchanfragen | Quelle: Google Trends

Leichtes Spiel für NFT-Betrüger?

Während das Handelsvolumen weiter sinkt, ist die Anzahl gestohlener NFTs zuletzt sprunghaft gestiegen. Dem Blockchain-Analyseunternehmen Elliptic zufolge sind zwischen Juli 2021 und Juli 2021 NFTs im Wert von 100 Millionen US-Dollar gestohlen worden. Allein im Juli haben sich Betrüger 4.600 NFTs unter den Nagel gerissen. Besonders beliebt: der Bored Ape Yacht Club. Seit Juli letzten Jahres wurden BAYC-NFTs im Wert von 43 Millionen US-Dollar gestohlen.

Wert gestohlener NFTs über ein Jahr | Quelle: Elliptic

Das Ende des NFT-Hypes?

Rückläufiges Handelsvolumen, fallende Preise, sinkende Suchanfragen: Die Momentaufnahme sieht düster aus. Der NFT-Markt scheint momentan Opfer des eigenen Erfolgs zu werden: In zu kurzer Zeit zu hoch gestiegen – das rächt sich nun.

NFTs korrelieren zudem stark mit den Kursen am Krypto-Markt, der nach wie vor am Rockzipfel der Aktienmärkte hängt. Die durch steigende Inflation, Energiekrise und dem Ukraine-Krieg beschleunigte Abwärtsspirale an den Märkten hinterlässt nachgeschaltet auch bei NFTs Spuren.

Dennoch: begraben sollte man NFTs keineswegs. Der Preisverfall der Luxus-NFTs Bored Ape Yacht Club und CryptoPunks ist vor allem Beleg sinkender Risikobereitschaft. Spekulanten ziehen sich zurück und mit ihnen die Ausgaben.

Am enormen Wachstumspotenzial von NFTs ändert sich dadurch aber nichts. Web3, Metaverse, Blockchain-Gaming: Die großen Anwendungsfälle befinden sich noch im Entwicklungsstatus. NFTs nehmen dabei eine Schlüsselfunktion ein, die Zeit muss man der noch jungen Technologie zugestehen.

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