Signalwirkung Pimco: Investment in Kryptowerte ist in Planung
Christian Stede

von Christian Stede

Am · Lesezeit: 3 Minuten

Pimco

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Pimco plant, schrittweise mehr in digitale Vermögenswerte zu investieren.
Chief Investment Officer Daniel Ivascyn erklärte gegenüber CNBC, dass einige der Hedgefonds-Portfolios von Pimco bereits mit kryptogebundenen Wertpapieren handeln.

Der Investment-Riese Pimco nimmt Kryptowährungen ins Visier. Darüber informierte Chief Investment Officer Daniel Ivascyn in einem Interview mit CNBC. Er sprach dort von einem schrittweisen Vorgehen, das viel Zeit für interne Prüfungen benötigen würde. Angesichtes des immensen Wachstums des Kryptomarktes könne man das Potenzial der Sparte aber nicht länger ignorieren. 

Die Veröffentlichung des Interviews kommt fast zeitgleich mit der Einführung des ersten börsengehandelten Bitcoin-Futures-Fonds in den USA. Infolgedessen erreichte die nach Marktkapitalisierung größte Kryptowährung ein neues Allzeithoch. Die Zulassung des ETFs durch die US-Börsenaufsicht SEC gilt als Meilenstein für die aufstrebende Kryptoindustrie. Nun ist auch die immer größer werdende Akzeptanz digitaler Währungen durch die Wall Street nicht zu übersehen. Ivascyn gab zu Protokoll, dass einige der Hedgefonds-Portfolios von Pimco bereits mit krypto-gebundenen Wertpapieren handeln. 


Wir handeln aus einer relativen Wertperspektive. Wir gehen also kein direktionales Engagement ein. Stattdessen versuchen wir, von Fehlbewertungen zwischen dem Cash-Produkt, dem beliebten Trust, der an der Börse gehandelt wird, und den Futures zu profitieren. Das war also ein Ausgangspunkt für uns in einem sehr engen Segment unseres Geschäfts.

Daniel Ivascyn bei CNBC

Pimco weist Kryptosektor “disruptive Kräfte” zu

Immer wieder ereifern sich Kommentatoren über den Stellenwert des Kryptomarktes gegenüber des traditionellen Finanzsystems. Ivacsyn greift auch diesen Punkt auf. Er deutet dabei an, dass die großen Banken nicht nur deshalb Interesse an Krypto zeigen würden, um damit mehr Geld zu machen. Vielmehr würden sie auch fürchten, ohne eine solche Beteiligung am Finanzmarkt 2.0 oder 3.0 zusehends an Bedeutung zu verlieren. Die weltweiten Investitionen in digitale Währungen sind verglichen mit denen im herkömmlichen Finanzsystem zwar immer noch sehr gering. Aber – und das ist das bemerkenswerte – die Global Player erkennen, dass der Kryptosektor immer mehr aufholt und sich dieses Verhältnis mittel- bis langfristig gesehen durchaus umkehren könnte.

Man muss das dezentralisierte Finanzwesen verstehen, denn es wird disruptiv sein, und es könnte sehr wohl unsere Branche, insbesondere unser Geschäft, durcheinanderbringen. Daher denken wir über Szenarien nach, wohin uns dies führen könnte, um sicherzustellen, dass wir wettbewerbsfähig auf ein sich schnell veränderndes Umfeld vorbereitet sind. 

Morgan Stanley war die erste Bank, die ihren Kunden Bitcoin-Fonds anbot. Daraufhin ließ der großer Konkurrent Goldman Sachs mit seiner Ankündigung nicht lange auf sich warten. Andere große Finanzdienstleister wie PayPal und Fidelity sprangen ebenfalls auf den Kryptozug auf. Unternehmen wie Square, MicroStrategy und nicht zuletzt auch Tesla nahmen Bitcoin in ihre eigenen Bilanzen auf, mit teilweise beträchtlichen Gewinnen


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