NFT-Hype NFT auf Rekordjagd: Was man über das explosive Wachstum wissen muss
Valerio Fichera

von Valerio Fichera

Am · Lesezeit: 3 Minuten

Raketenstart mit Mond im Hintergrund. Symbolbild NFT-Rekord

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Non-fungible Token (NFT) brechen Rekorde. Täglich werden NFT-Kunstwerke und -Sammlerstücke für Rekordsummen verkauft.

Der große NFT-Hype ist seit Beginn des Jahres eines der meistdiskutierten Themen in der Krypto-Welt. Dafür sorgen Rekordverkäufe auf fast täglicher Basis, wie beispielsweise bei NBA Top Shot, Beeple und vielen mehr.


Quelle: CryptoSlam

NBA Top Shot dominiert den NFT-Sektor und ist aktuell für 67 Prozent des gesamten NFT-Transaktionsvolumens verantwortlich. Danach folgt CryptoPunks, eine Ethereum-basierte Collectibles-Serie. CryptoPunks generierte einen Allzeithoch-Umsatz von 79 Millionen US-Dollar im vergangenen Monat. Dabei ist der Durchschnittspreis für einen “Punk” von 10.000 auf durchschnittlich 32.000 US-Dollar angestiegen.

Statistiken zeigen, dass allein die vergangene Woche für mehr Umsatzvolumen mit dem Handel von NFT sorgte, als das gesamte Jahr 2020. Daran gemessen sind die drei größten Plattformen im Februar auf 342 Millionen US-Dollar gewachsen. Ein Anstieg von fast 400 Prozent gegenüber den 71 Millionen US-Dollar des Vormonats.

Kritik am NFT-Hype

Charlie Lee, der Gründer von Litecoin, kritisiert die NFT-Industrie auf Twitter und zieht Vergleiche zur Situation mit Altcoins im Jahr 2013 und ICOs in 2017. Ähnlich wie die damals bei den Altcoins und ICOs wird seiner Meinung nach bei den NFT massiv FOMO geschürt. Nur “wenige werden den Wert halten und Wert haben”, sagte Lee via Twitter.


Seit geraumer Zeit vertritt der Litecoin-Gründer diese Meinung. So hat er bereits in früheren Tweets seine Meinung ausführlich begründet. Er glaube, dass der Hype nicht nachhaltig sei, da im Gegensatz zu “echter Kunst”, NFT keine Schöpfungskosten hätten. Lee zufolge seien Künstler aus der realen Welt durch Zeit und Aufwand eingeschränkt. Dieser Aufwand sei vergleichbar mit Proof-of-Work (PoW). Für Lee schafft eine solche Einschränkung Knappheit und aufgrund dessen erst Wert.

Bei NFT hingegen werde eine künstliche Knappheit geschaffen, da es fast nichts kostet, einen weiteren NFT zu erstellen. Deswegen vermutet er, dass der Markt irgendwann so stark mit neuen NFT von Künstlern überschwemmt wird, dass das Angebot die Nachfrage bei Weitem übersteigt. Das wiederum würde früher oder später zwangsläufig zu einem Crash führen.

NFT im Vergleich zur physischen Kunstwelt

Doch ist Lees Kritik berechtigt? Gibt der Arbeitsaufwand eines Kunswerkes dessen Wert vor? Viele der bedeutendsten Kunstwerke der größten Künstler der Vergangenheit und Gegenwart dürften nach dieser Logik nicht viel mehr wert sein, als die Materialien, aus denen sie geschaffen sind. Vor allem in der abstrakten Kunst sind es mitunter leere Leinwände, die eingerahmt für Millionen in den Auktionshäusern dieser Welt versteigert werden. Und zwar natürlich nicht, weil sie die handwerklichen Fähigkeiten des Künstlers unter Beweis stellen. Der wahre Wert eines Werkes hängt oft vom Künstler selbst ab. Vielmehr noch von der Wahrnehmung des Kunstmarktes und der Impression, die geschaffen wird. So erreichte beispielsweise ein Kunstwerk des Künstlers Maurizio Cattelan einen Verkaufspreis von 120.000 US-Dollar. Das Werk besteht aus einer herkömmlichen (also verderblichen) Banane, die mit Panzerband an eine Wand geklebt wurde. Es ist anzunehmen, dass das Kunstwerk in Sachen Kosten- und Zeitaufwand die meisten NFT-Werke unterbietet.

Quelle: Shutterstock

Dadurch, dass man NFT kryptografisch signieren kann, ist es möglich, dass Metadaten, Dateilinks und andere notwendige Copyright-Elemente ganz einfach in NFT eingebunden werden können. Dieser Vorteil wird von Künstlern oftmals als zentraler Unterschied von NFT-Kunst und Kunstwerken aus der realen Welt erwähnt. Kunst in Non-fungible-Token-Form ist also absolut fälschungssicher.


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