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NASDAQ-Chefin Friedman: „Kryptowährungen haben das Potenzial zur globalen Währung“

Adena Friedman, Chefin der Wertpapierbörse NASDAQ, hält offenbar große Stücke auf Bitcoin. Die Kryptowährung Nr. 1 sei eine außergewöhnliche Erfindung, die ihren Fortbestand verdiene. Es fehlen allerdings noch Anwendungsfälle.

David Scheider
 |  Lesezeit: 2 Minuten
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Beitragsbild: Shutterstock

Im Vorfeld des alljährlichen Stelldichein der größten Köpfe der Weltwirtschaft, bezieht NASDAQ-Chefin Adena Friedman eindeutig Stellung: „Kryptowährungen könnten immer noch die globale Währung der Zukunft sein“, schreibt sie in einem umfangreichen Beitrag auf LinkedIn. Damit ist klar, der CEO der größten elektronischen Börse der USA ist zweifelsohne „Team Bitcoin“.

Die Entwicklung der neuen Anlageklasse Krypto sei vergleichbar mit „den klassischen Lebenszyklen neuer Erfindungen“. Die Boom-and-Bust-Zyklen von Bitcoin seien also nicht ungewöhnlich.

Nun komme es darauf an, dass die Technologie praktische Anwendung im täglichen Gebrauch finde; ansonsten drohe ein ähnliches Schicksal wie seinerzeit dem Segway Personal Transporter: eine nette Idee zwar, aber doch unbrauchbar.

Bitcoin noch Assetklasse

Im Beitrag nähert sich die Börsenchefin der Causa Bitcoin, mit Verweis auf das exorbitante Wachstum der Marktkapitalisierung, aus einer Investmentperspektive:

„Es ist […] schwierig, die enorme Investitionssumme zu ignorieren, die Investoren […] in den letzten Jahren in digitale Währungen investiert haben. Die Erfindung selbst ist ein gewaltiger Beweis für Genialität und Kreativität, und sie verdient die Chance, eine nachhaltige Zukunft in unserer Wirtschaft zu finden.“

Damit eine „nachhaltige Zukunft“ mit Kryptowährungen möglich ist, müsste sich alsbald aber ein sinnvoller regulatorischer Rahmen ergeben. Denn nur dann könne eine breite, institutionelle Adaption folgen.

NASDAQ goes Bitcoin Futures

Ihre Bullishness in Sachen Bitcoin unterstreicht die Managerin abermals im Interview mit CNBC.

Darin gibt Friedman bekannt, dass auch NASDAQ über einen nicht näher spezifizierten Krypto-Future nachdenkt. Man stehe allerdings noch ganz am Anfang und müsse noch einige regulatorische Fragen klären, bevor man mit der zuständigen Aufsichtsbehörde, der CFTC, in Kontakt trete.

Man wolle sich aber von den existenten Bitcoin-Terminkontrakten, wie den Cboe Bitcoin Futures, in Struktur und Form absetzen. Wie genau NASDAQ ihren Bitcoin-Optionskontrakt also ausgestalten will, bleibt abzuwarten.

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