Blockchain Washing? Mit diesem Blockchain-Projekt kooperiert die deutsche Telekom
David Scheider

von David Scheider

Am · Lesezeit: 3 Minuten

Telekom

Quelle: Shutterstock

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Die Telekom vermeldet Investitionen in ein Blockchain-Projekt – und unterstützt damit auch einen neuen Euro-Stablecoin.

Die Riege der Euro-Stablecoins bekommt Zuwachs. Wie aus einer Pressemitteilung hervorgeht, die BTC-ECHO vorliegt, lanciert Celo am heutigen Dienstag, dem 20. April, den Celo Euro (cEUR). Nein, hier geht es nicht um einen Frankfurter Rapper, sondern um das Blockchain-Netzwerk Celo. Neben dem Celo Dollar (cUSD), der mit einer Marktkapitalisierung von gerade einmal 43 Millionen US-Dollar in der dritten Liga spielt, ist der cEUR das zweite Stablecoin-Projekt des in San Francisco ansässigen Blockchain-Unternehmens.


Mit dem Stablecoin will Celo allen voran die finanzielle Inklusion von Ländern mit dysfunktionalen Finanzsystemen fördern. Folglich heißt es in der Pressemitteilung:

“Geld zwischen Ländern zu transferieren ist immer noch eine große Herausforderung. Das liegt vor allem an den geschlossenen Systemen, die von traditionellen Finanzdienstleistungen geschaffen wurden”, sagte Rene Reinsberg, Mitbegründer von Celo. “Eine offene Infrastruktur wie Celo, gekoppelt mit dem Celo Euro Stablecoin, ermöglicht den einfachen sekundenschnellen Zugang zu digitalen Vermögenswerten von praktisch überall auf der Welt.”

Der Vorteil zum traditionellen Finanzsektor ist klar. Blockchain-basierte Stablecoins können quasi instantan über den gesamten Erdball versendet werden und sind obendrein deutlich kostengünstiger als andere digitale Zahlungen. Celo berechnet weniger als 1 Cent Transaktionsgebühren. Auch den Wegfall der Krypto-typischen Volatilität sieht Celo als Vorteil. Schließlich orientiert sich cEUR 1-zu-1 am Euro und der ist bekanntlich zumindest kurzfristig wertstabiler als Bitcoin und Co.


Telekom kauf CELO Token

Außerdem vermeldet Celo, dass zum Kreise der Investoren ab sofort auch die Telekom gehört. Demnach tritt die Telekom als erstes Telekommunikation-Unternehmen der globalen Celo Allianz für Wohlstand mit seinen mehr als 130 Mitgliederorganisationen bei. Bei besagter Allianz handelt es sich um eine Non-Profit-Organisation, die mithilfe einer soliden Finanzinfrastruktur “Weltweite Prosperität” erschaffen will. Celo, was auf Esperanto so viel wie Zweck bedeutet, konnte mit der Telekom einen gewichtigen Partner gewinnen. Denn neben der finanziellen Zuwendung, für die die Telekom in den nativen CELO Token investiert hat, unterstützt das Unternehmen Celo auch mit Cloud-Infrastruktur.

Mit unserem Investment in Celo in Kombination mit der von T-Systems betriebenen Infrastruktur verfolgen wir einen strategischen Ansatz für die Teilnahme am öffentlichen Blockchain-Netzwerk. So unterstützen wir das Celo-Netzwerk sowohl mit finanziellen Mitteln als auch mit unserer eigenen Cloud-Infrastruktur,

 sagt Adel Al-Saleh, Vorstandsmitglied Deutsche Telekom AG und CEO T-Systems.

Eigentlich ist die Telekom bereits seit 2019 Blockchain-Fan. Wie BTC-ECHO berichtete, war das Telekom German Blockchain Ecosystem für 2020 angekündigt. Über die Planungsphase ging das Projekt allerdings nie hinaus. Das könnte nicht zuletzt daran liegen, dass die Industrie erkannt hat, dass die Blockchain eben doch nur für sehr eingeschränkte Anwendungsfälle sinnvoll ist. Per Gießkanne die “Blockchain für alle” zu etablieren, hat sich als Fehlschuss herausgestellt. Ob wenigstens die Unterstützung von Celo von Erfolg gekrönt wird, bleibt abzuwarten.


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