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Viel Zeit zum NachdenkenMehrjährige Haftstrafe für 24-jährigen Krypto-Betrüger

Der Krypto-Betrüger Stefan He Qin muss für sieben Jahre ins Gefängnis, wie die US-Justiz nun bekannt gab.

Elias H.
 |  Lesezeit: 2 Minuten
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Gefängnis

Quelle: Shutterstock

Stefan He Qin ist Anfang 20 und Gründer der beiden Fonds Virgil Sigma Fund LP (“Virgil Sigma”) und VQR Multistrategy Fund LP (“VQR”). Der gebürtige Australier versprach seinen Investoren hohe Renditen über ein Arbitrage-System. Doch anstatt das Geld für das Ausnutzen von Preisschwankungen zu nutzen, wie es der Arbitrage-Handel vorsieht, nutzte er es unter anderem für seinen verschwenderischen Lebensstil, für Investitionen in Krypto-fremde Unternehmen oder für den Handel mit hochvolatilen Krypto-Assets – Ermittlungen wegen Veruntreuung folgten. Stefan Qin bekannte sich am 4. Februar des Wertpapierbetrugs schuldig. Letztlich entstand für Investoren, die in seine Fonds investiert haben, ein Schaden in Höhe von 54 Millionen US-Dollar. Die US-Staatsanwaltschaft hat nun verkündet, dass der 24-Jährige für sieben Jahre ins Gefängnis muss.

Krypto-Betrugs-System

Der Arbitrage-Handel ist indes ein eigentlich lukratives Geschäftsmodell. Wie BTC-ECHO bereits in der Vergangenheit berichtete, gilt Sam Bankman-Fried als einer der Persönlichkeiten, die die Praxis in den Krypto-Space hievten. Er nutzte die enormen Preisunterschiede bei den Bitcoin-Kursen auf unterschiedlichen Krypto-Börsen – mehr als 30 Prozent waren an der Tagesordnung – aus, um aus ihnen enorme Summen Kapital zu schlagen. In der Folge wurde Bankman-Fried, der auch als Gründer von FTX zu einiger Prominenz gelangte, Milliardär.

He Qin versprach seinen Anlegern ein ähnliches System, das seinen Angaben zufolge marktneutral und risikofrei sein sollte, weil das Kapital nicht in die Kryptowährungen selbst investiert werden sollte, sondern nur in die Differenzen. Doch konträr der angepriesenen Strategie war das System nicht marktneutral und Stefan He Qin legte den Fokus der Unternehmens-Aktivitäten nicht auf den Arbitragehandel – sein Unternehmen handelte selbst mit Kryptowährungen.

Die Rechnung ging nicht auf. Denn seine Strategien dienten letztlich nur dazu, Kundengelder zu unterschlagen und diese ohne Erlaubnis zu investieren. Anleger wollten von Qin ihr Geld zurück. Als dieser mit den Rücknahmeanträgen konfrontiert wurde, versuchte er durch den Verkauf von Kryptowährungen, diesen Anträgen nachzukommen. Bei den Abverkäufen der Krypto-Vermögenswerte kam es zu Kapitalverlusten der Anleger. Qins Versuche, sein System zu retten, fruchteten nicht und es brach zusammen. Nach einer Ende 2020 veröffentlichten Pressemitteilung der SEC, konnten Investoren ab Juli 2020 keine Gelder mehr aus den Fonds abziehen. Weiter berichtet die SEC, dass die Opfer letztlich auf ihren Schäden in Höhe von 54 Millionen US-Dollar sitzen blieben.

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