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Transparenz beim Handel Mastercard und GrainChain: Lieferkettenkontrolle durch Blockchain

Der Kreditkartenanbieter Mastercard lotet das Potenzial der Blockchain-Technologie weiter aus. Mit GrainChain konnte ein auf dem mittelamerikanischen Agrarmarkt populärer Partner gewonnen werden.

Christian Stede
 |  Lesezeit: 2 Minuten
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Mastercard-Logo an Firmengebäude

Beitragsbild: Shutterstock

Zu den Lieblingsanwendungen der Blockchain für Wirtschaft und Industrie gehört die Überwachung von Lieferketten. Der Kreditkartenanbieter Mastercard hat diese Woche entsprechende neue Pläne per Pressemitteilung veröffentlicht. Durch eine neue Partnerschaft möchte das Unternehmen mehr Authentizität in die Lieferketten von mehr als 24 Rohstoffen bringen. Dazu zählen Kaffee, Hirse und anderes Getreide für die Märkte in Latein- und Nordamerika. Der Kooperationspartner von MasterCard ist GrainChain. Das Technologieunternehmen sorgt für die Transparenz der Lieferkette, indem es Lieferanten und Landwirte in die Prozesse einbindet. Gleichzeitig profitieren die Käufer in den Vereinigten Staaten, Mexiko und Mittelamerika durch eine Reduktion von Risiken. 

Die Plattform von GrainChain nutzt Smart Contracts, um Gelder während des Transaktionsprozesses zu sichern. Auch die Rückverfolgbarkeit wird sichergestellt. Durch den Datentransfer und die Kommunikation zwischen Geräten (Internet of Things, IoT) sollen sich zudem genauere Gewichtsmessungen ermöglichen lassen. Dadurch entfällt das manuelle Wiegen und Dokumentieren von landwirtschaftlichen Erträgen. Davon profitieren auch etwas ärmere Farmer und landwirtschaftliche Betriebe, die sich eine derart aufwendige Technik nicht selber leisten können.

GrainChain setzte für seine Blockchain zunächst auf das Open Source-Projekt Hyperledger Fabric. Vor etwa sieben Monaten hieß es, man wolle auf Symbiont’s Plattform Assembly umsteigen. Medienberichte interpretierten diesen Schritt von GrainChain als Absicht, seine Plattform durch diesen technologischen Wandel zu erweitern und skalierbarer zu gestalten.

Mastercard Provenance Solution sorgt für mehr Transparenz

Mit der Mastercard Provenance Solution, wie das Projekt heißt, soll dieser Kerngedanke von GrainChain aufgegriffen und weiter optimiert werden. Die Waren sollen mit „forensischer Genauigkeit“ verfolgt werden können. Die Kontrolle beginnt bereits bei den ersten Inputs und Rohstoffen und setzt sich fort über Ernte und Verarbeitung bis hin zur Logistik und Lieferung in die Hände des Verbrauchers.

Der Markt für Rückverfolgbarkeit ist ein globaler Industriezweig, und die digitale Identität von Produkten und Waren ist heute noch wichtiger, da Verbraucher, Marken und Regierungen wissen wollen, woher Produkte und Dienstleistungen stammen. […] Mit unserer ersten Partnerschaft in Mittelamerika demonstriert die Zusammenarbeit mit GrainChain unsere Fähigkeit, global zu skalieren und Lieferketten in neuen Branchen zu transformieren.

Deborah Barta, Senior Vice President of Innovation and Startup Engagement bei Mastercard

MasterCard hat sich in der Vergangenheit bereits durch den Beitritt zu einer Blockchain-Bildungsinitiative um die neue Technologie verdient gemacht. Auch beim Supply-Chain-Netzwerk APAC Provenance Council hat der Kreditkartenanbieter neben Vechain und Alipay seine Hände mit im Spiel. 

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