Coordicide Mana hält Einzug im IOTA-Testnet Pollen
Christopher Klee

von Christopher Klee

Am · Lesezeit: 3 Minuten

IOTA-Coin auf schwarzem Untergrund

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IOTA robbt weiter auf ein dezentrales Tangle zu. Mit Mana hat nun ein Reputationssystem im Testnetzwerk Pollen Einzug gehalten, das langfristig den Coordinator ablösen soll.

IOTA will das technologische Rückgrat für das Internet der Dinge (IoT) werden. Um diesem Ziel näherzukommen, arbeiten die IOTA-Entwickler unter Hochdruck an der Dezentralisierung des Netzwerks. Denn dort gibt es bislang noch ein zentrales Steuerungs-Modul, den Coordinator. Bislang sorgt der Coordinator, der von der IOTA Foundation betrieben wird, noch für die Finalität von Transaktionen im Tangle, IOTAs Netzwerk zur Übertragung von Werten und Daten. Mit dem Reputationssystem Mana wird im IOTA-Testnetzwerk Pollen nun ein Verfahren erprobt, das den Weg zum dezentralen IOTA 2.0 (aka “Coordicide”) ebnen soll.


Das hat die IOTA Foundation am 11. März in einem Blog-Eintrag zum Release von Pollen v0.5.0 bekannt gegeben. In Pollen wird Mana nun zunächst auf Herz und Nieren, sprich: Bugs und Stabilität überprüft.

Im nächsten Schritt soll die Implementierung von Mana in die IOTA-Kernmodule erfolgen, die es vor Sybil-Angriffen schützen soll. Dazu gehören beispielsweise die Module für den Konsensmechanismus “Fast Probability Consensus”, Autopeering (das automatische Bestimmen von benachbarten Netzwerkknoten) oder ein Generator für Zufallszahlen.

Consensus Mana und Access Mana

Die Funktionsweise von Mana erinnert entfernt an den Proof-of-Stake-Mechanismus, den andere Krypto-Netzwerke zur Konsensbildung einsetzen. Bei jeder Transaktion (von Werten, nicht von Daten) soll ein gewisser Betrag an Mana einem Node zugewiesen werden. Dadurch wiederum vergrößert sich dessen Reputation. Sollte sich der Node als unehrlicher Akteur herausstellen – etwa, indem er falsche Transaktionen an das Netzwerk propagiert – können die Holder das zugeordnete Mana entziehen und an einen anderen Netzwerkknoten delegieren. Das Mana, das für Reputation im Netzwerk eingesetzt wird, heißt Consensus Mana.


Darüber hinaus soll Mana eine Rolle bei der Steuerung der Netzwerkauslastung beim Datenverkehr im Tangle spielen. Die Datenmenge, die ein Node ins Netzwerk einspeisen, soll proportional zu dem Mana sein, das ihm zugewiesen wurde. Dabei handelt es sich um “Access Mana”. Perspektivisch könnte ferner ein Markt für Access Mana entstehen: Unternehmen, die einen Node in IOTA betreiben wollen, könnten sich mit Mana ins Netzwerk einkaufen.

Nächster Schritt für IOTA: Nectar

Sobald Mana in die entsprechenden Module des Pollen-Netzwerks implementiert und überprüft wurde, ist die Bahn frei für die nächste Generation des Testnetzwerks: Nectar. Bei Nectar soll es sich laut dem IOTA-Blog um die erste Coordinator-freie Test-Version von IOTA handeln, die über den vollen Funktionsumfang verfügt.

Krypto-Investoren begrüßten unterdessen die Neuigkeiten von der Coordicide-Front. Der IOTA-Kurs (MIOTA) konnte im Vergleich zum Vortag um über sieben Prozent zulegen. Zeit des Schreibens handelt MIOTA bei 1,35 US-Dollar. Damit konnte MIOTA seit dem “Schwarzen Donnerstag” im vergangenen Jahr um über 1.500 Prozent zulegen. Bis zum Allzeithoch von 5,25 US-Dollar (19.12.2019) ist allerdings noch viel Luft nach oben.


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