Eine weitere spannende Woche im Krypto-Sektor neigt sich dem Ende zu. Die wichtigsten Ereignisse rund um Bitcoin, Ethereum und Co. kompakt im Überblick.
Grüne scheitern mit Antrag zur Krypto-Haltefrist
Grüne, Linke und auch Teile der SPD sehen in der bisherigen Besteuerung von Krypto-Werten eine Gerechtigkeitslücke im deutschen Steuersystem. Vor allem die steuerfreien Gewinne nach einem Jahr stehen seit langem in der Kritik. Nun ist ein entsprechender Vorstoß der Grünen im Bundestag gescheitert. Unterstützung erhielt der Antrag lediglich von der Linksfraktion. Die CDU/CSU argumentierte dagegen.
Gegenüber BTC-ECHO erklärt Max Lucks von den Grünen, warum seine Partei dennoch weiter an der Abschaffung der Krypto-Steuerfreiheit festhalten will. Mehr dazu in diesem Artikel: Grünen-Politiker: “Wir halten die Erfolgsaussichten für die Abschaffung der Krypto-Haltefrist für gut“
SEC öffnet sich für tokenisierte Aktien
Nach Medienberichten bereitet die US-Börsenaufsicht SEC eine neue “Innovation Exemption” für tokenisierte Aktien vor. Trading-Plattformen könnten damit digitale Versionen börsennotierter Wertpapiere unter einem leichteren regulatorischen Rahmen anbieten.
Für den Krypto-Markt wäre das ein wichtiges Signal. Tokenisierte Aktien gelten seit Monaten als eines der zentralen Wachstumsfelder im Bereich Real World Assets. Sie bilden klassische Wertpapiere auf der Blockchain ab, können potenziell rund um die Uhr gehandelt werden und versprechen schnellere Abwicklung als traditionelle Marktinfrastruktur. Hier geht es zu den Hintergründen: SEC öffnet sich für tokenisierte Aktien – diese Krypto-Projekte profitieren
Steigen die USA in Bitcoin ein?
Mit dem American Reserve Modernization Act, kurz ARMA, liegt im US-Kongress erstmals ein Gesetzentwurf vor, der Bitcoin dauerhaft in die staatliche Reservepolitik integrieren soll. Der Vorschlag geht deutlich weiter als die bisherige Executive Order von Donald Trump zur Strategic Bitcoin Reserve aus dem März 2025. Der zentrale Unterschied liegt in der rechtlichen Absicherung. Executive Orders können mit einem Regierungswechsel wieder aufgehoben werden. Ein Bundesgesetz dagegen schafft langfristige Verbindlichkeit.
Der Entwurf verpflichtet das US Treasury dazu, über einen Zeitraum von fünf Jahren jährlich bis zu 200.000 Bitcoin am offenen Markt zu erwerben. Die Frage, die sich nun stellt: Kaufen die USA jetzt eine Million BTC?
Brüssel startet MiCA-Überprüfung
Die Europäische Kommission startet eine neue Überprüfung ihrer Krypto-Regeln. Bis zum 31. August läuft eine entsprechende Konsultation zur MiCA-Verordnung. Damit will die EU prüfen, ob die bestehenden Vorgaben für Krypto-Unternehmen noch zur Entwicklung des globalen Marktes passen. Hintergrund ist der schnelle Wandel der Branche und der wachsende internationale Wettbewerb im Bereich digitaler Vermögenswerte.
Die EU-Kommission will dadurch ein möglichst breites Bild über die Auswirkungen der Regulierung erhalten. Dabei steht vor allem der Austausch mit der Krypto-Branche im Mittelpunkt. Alle Infos hier: Krypto-Regeln der EU auf dem Prüfstand
Nächster Krypto-Anbieter gibt auf
Der US-Betreiber Bitcoin Depot zieht sich aus dem Geschäft mit Bitcoin ATMs zurück. Das Unternehmen hat ein Chapter-11-Verfahren in Texas beantragt und will den Betrieb geordnet abwickeln. Die Automaten wurden bereits abgeschaltet.
Auch in Europa zeigt sich ein ähnlicher Trend: Die Krypto-Plattform Kriptomat stellt den Betrieb bis Ende Juni 2026 ein. Als Grund nennt das Unternehmen die Unsicherheit rund um die europäische MiCA-Regulierung. Beide Fälle zeigen, wie stark der regulatorische Druck auf die Branche wächst.
