Eine Mehrheit der US-Amerikaner sieht die Krypto-Geschäfte von Donald Trump und seiner Familie während seiner Amtszeit kritisch. In einer Reuters/Ipsos-Umfrage unter 1.166 Personen bezeichneten 63 Prozent der Befragten die Gewinne aus entsprechenden Investments als “unangemessen”.
Dabei zeigen sich deutliche Unterschiede entlang der Parteigrenzen. Unter den befragten Republikanern hielten 69 Prozent die Krypto-Geschäfte der Präsidentenfamilie für angemessen. Bei den Demokraten fiel das Bild nahezu gegensätzlich aus: 92 Prozent bewerteten die Geschäfte als unangemessen.
Krypto-Geschäfte sorgen weiter für Kritik
Die Diskussion dreht sich auch um die Höhe der Einnahmen. Aus einer im Juni veröffentlichten Offenlegung des US-Amtes für Regierungsethik ging hervor, dass Trump 2025 rund 1,4 Milliarden US-Dollar mit Krypto-Aktivitäten verdient hatte. Dazu zählen unter anderem Geschäfte rund um das Familienprojekt World Liberty Financial sowie den Memecoin Official Trump (TRUMP).
Aus dem Weißen Haus wurden mögliche Interessenkonflikte wiederholt zurückgewiesen. Politische Gegner Trumps, allen voran die demokratische Senatorin Elizabeth Warren, fordern seit Langem Ermittlungen zu den Krypto-Geschäften der Präsidentenfamilie und werfen ihm vor, von seiner politischen Stellung finanziell zu profitieren.
Auch beim Clarity Act spielt dieser Vorwurf eine wichtige Rolle. Streit gibt es vor allem um die Ethikklausel, die verhindern soll, dass hochrangige Politiker während ihrer Amtszeit eigene Krypto-Geschäfte betreiben und dadurch mögliche Interessenkonflikte entstehen.
Das Gesetz soll die Zuständigkeiten der amerikanischen Regulierungsbehörden für digitale Vermögenswerte klarer abgrenzen. Eine Abstimmung ist für den 15. September vorgesehen.
