Beteiligung 

Circle, Ripple und Standard Chartered steigen bei OKX ein

In einer neuen Finanzierungsrunde sind einige namenhafte Unternehmen bei OKX eingestiegen. Jetzt soll das RWA-Geschäft ausgebaut werden.

Jan-Malte Minnerup
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Eine XRP-Münze und ein USDC-Coin vor dem OKX-Schriftzug der gleichnamigen Krypto-Börse

Beitragsbild: Fotomontage

| OKX will sich von einer reinen Krypto-Börse zu einer breiteren Finanzplattform entwickeln

Die Krypto-Börse OKX holt sich mehrere prominente Finanzunternehmen als neue Investoren an Bord. Im Rahmen einer neuen Finanzierungsrunde, bei der das Unternehmen mit 25 Milliarden US-Dollar bewertet wurde, stiegen mit dem Stablecoin-Anbieter Circle, dem Zahlungsdienstleister Ripple und der britischen Großbank Standard Chartered gleich einige Hochkaräter bei OKX ein.

Aus Geschäftspartnern werden Anteilseigner

Die neuen Investoren arbeiteten dabei bereits im Vorfeld eng mit der Krypto-Börse zusammen. Ripple hatte seinen Stablecoin RLUSD erst vor Kurzem in das einheitliche Orderbuch von OKX integriert und Circle stellt mit USDC einen der wichtigsten Stablecoins der Plattform bereit, dessen Integration zuletzt auf Margin- und Futures-Märkte ausgeweitet wurde.

Standard Chartered spielt dagegen eine wichtige Rolle bei der institutionellen Verwahrung. Über ein gemeinsames Modell können professionelle Marktteilnehmer tokenisierte Aktien als Sicherheiten für den Handel auf OKX hinterlegen, wohingegen die Vermögenswerte selbst bei der Bank verwahrt bleiben. Dadurch müssen institutionelle Anleger ihre Sicherheiten nicht direkt auf die Krypto-Börse übertragen.

OKX will über die klassische Krypto-Börse hinaus

Das zusätzliche Kapital soll nun in den weiteren Ausbau der Plattform und in die Tokenisierung klassischer Vermögenswerte fließen. Gründer und CEO Star Xu erklärte, dass sich das Unternehmen von einer reinen Handelsplattform zu einer breiteren Finanztechnologie-Infrastruktur entwickeln wolle.

Eine wichtige Rolle spielt dabei die Intercontinental Exchange ICE, die bereits im März bei OKX eingestiegen ist. Der US-Konzern betreibt unter anderem die New York Stock Exchange sowie zahlreiche Terminbörsen und Clearing-Plattformen. Im Zuge ihrer Beteiligung erhielt ICE auch einen Sitz im Verwaltungsrat der Krypto-Börse und gemeinsam wollen die beiden Unternehmen ihre Infrastruktur künftig stärker miteinander verknüpfen. ICE soll unter anderem auf Kursdaten von OKX zurückgreifen können, um regulierte Krypto-Derivate für den US-Markt zu entwickeln. Umgekehrt soll OKX seinen Nutzern perspektivisch Zugang zu ICE-Märkten und tokenisierten Aktien ermöglichen.

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