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Halbzeitwahlen in den USA Krypto gibt im Wahlkampf den Ton an

Die Halbzeitwahlen in den USA werden von Diskussionen rund um Krypto geprägt. Die Demokraten Shrina Kurani und Bryan Solstin beschäftigen sich besonders mit dem Thema in ihrem Wahlkampf.

Marlen Kremer
 |  Lesezeit: 3 Minuten
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Bitcoin Münze auf USA Flagge

Quelle: Shutterstock

Das Konglomerat an Regulierungen rund um Kryptowährungen wächst und wächst. Erst jüngst unterzeichnete US-Präsident Joe Biden einen Erlass, um das Krypto-Phänomen genauer zu untersuchen und zu verstehen. Derweil musste die europäische Krypto-Szene durch die MiCa-Richtlinien um ihre Existenz bangen. Zu lange als Darknet-Währung abgestempelt, scheinen sich Politikerinnen und Politiker nun mit Themen rund um Kryptowährungen ernsthaft auseinanderzusetzen.

Auch die Halbzeitwahlen in den USA, die sogenannten Midterms, stehen ganz im Zeichen von Krypto. Alle zwei Jahre wählen die amerikanischen Bürgerinnen und Bürger den Großteil des US-Kongresses neu. Dieser ist mit der Gesetzgebung in den Vereinigten Staaten beauftragt und besteht aus zwei verschiedenen Komponenten. Der Senat hat 100 Sitze im Kongress, während das Repräsentantenhaus 435 Sitze zählt. Am 8. November wird derweil ein Drittel des US-Senats, sowie das gesamte Repräsentantenhaus gewählt.

Von Experten werden diese Zwischenwahlen oft als Gemütslage der amtierenden US-Politik interpretiert. Ob der Haussegen der Pennsylvania Avenue schief hängt oder nicht, soll sich durch die stärkere Partei in den Halbzeitwahlen zeigen.

Aktuell zieht sich Krypto nicht wie ein roter, sondern wie ein blauer Faden durch den Wahlkampf. Denn demokratischen Kandidat:innen präsentieren sich besonders Krypto-freundlich.

Bitcoin als gesetzliches Zahlungsmittel

“Die Einführung von Bitcoin als gesetzliches Zahlungsmittel in den USA wird mein Hauptziel im Senat sein”, erklärte der US-Demokrat Bryan Solstin in einem Tweet. Diesen nutzte er zudem, um seine Kandidatur in den Halbzeitwahlen erstmals zu verkünden.

Dabei bezeichnet der Politiker aus Seattle das digitale Gold als “den großen Neustart” (zu Englisch: The Great Reset). Vom Weltwirtschaftsforum geprägt, stellt The Great Reset einen Ansatz dar, der eine gerechtere Wirtschaftsordnung nach der Pandemie zu formen versucht.

Solstin bezeichnet Bitcoin als eben diesen Neustart der Weltwirtschaft. Auf seiner Webseite lässt Solstin zudem verlauten, wie wenig er von Altcoins hält: “Im Gegensatz zu ‘Krypto’ ist Bitcoin ein dezentralisierter digitaler Coin”. Weiterhin meint er, dass “Bitcoin den Anreiz vom keynesianischen Hyperkonsum zum Sparen und Bewahren umdreht”.

Mit Krypto und NFTs in den Kongress

Ende letzten Jahres schaffte es die Demokratin Shrina Kurani mit dem ersten NFT-Drop in einem US-Wahlkampf in die Schlagzeilen. Nun holte die 29-Jährige zu einer zweiten Runde aus und ging mit einer weiteren Kollektion live.

“NFTs sind eine großartige Möglichkeit, das Bewusstsein für die Kampagne zu schärfen und die Brücke zwischen Politik und Krypto zu schlagen”, erklärte die Kandidatin für den US-Senat gegenüber BTC-ECHO. “Wir wollen unsere Plattform nutzen, um für Innovationen und alle Möglichkeiten, die wir haben, zu werben”, so Kurani.

Während sie für ihr erstes Projekt mit der Blockchain Solana arbeitete, fiel Kuranis Wahl nun auf Algorand. “Nachhaltigkeit ist der Kern dessen, was wir im Kongress erreichen wollen, und das Engagement von Algorand für eine nachhaltige Blockchain machte die Partnerschaft zu einem Selbstläufer”, so die Politikerin. “Die Finanzrevolution sollte sich positiv auf die Umwelt auswirken, nicht negativ”.

Die Kandidatin möchte sich neben Krypto-Regulierungen vor allem für das Bewusstsein rund um den Krypto-Sektor im US-Kongress einsetzen. Übrigens: BTC-ECHO hat vor kurzem mit Shinra Kurani über ihre Wahlkampagne gesprochen. Zum ausführlichen Interview geht es hier entlang.

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