Drastische Konsequenzen Krypto-Börse Huobi sperrt Neuregistrierung chinesischer Nutzer
Christian Stede

von Christian Stede

Am · Lesezeit: 2 Minuten

Huobi Global Logo neben Bitcoin und US-Dollar.

Quelle: Shutterstock

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Die Krypto-Börse Huobi stellt laut Ankündigung nach und nach alle Benutzerkonten in China ein, auch Binance reagiert auf die neue Gesetzeslage.

Der Bann, mit dem China den Kryptomarkt belegt hat, wirkt sich erwartungsgemäß auch auf die Exchanges aus. Huobi Global, eine der in China beliebtesten Kryptobörsen, hat angekündigt, dass sie alle auf dem chinesischen Festland ansässigen Benutzerkonten im Laufe dieses Jahres einstellen wird. Bereits seit Freitag ist die Kontoregistrierung für neue Nutzer aus China nicht mehr möglich. Das teilte die Börse in einer Ankündigung vom Sonntag mit. Huobi reagiert damit auf die verschärften Maßnahmen der People’s Bank of China (PBoC) zur Unterbindung von Krypto-Handelsaktivitäten. Hongkong bleibt von diesen Maßnahmen zunächst offenbar nicht betroffen. 


Huobi Global wird bestehende Benutzerkonten auf dem chinesischen Festland schrittweise bis 24:00 Uhr (UTC+8) am 31. Dezember 2021 auflösen und die Sicherheit der Benutzerkonten gewährleisten. Wir werden die Nutzer durch offizielle Ankündigungen, E-Mails, Textnachrichten usw. über die genauen Modalitäten und Details informieren

, heißt es in der Mitteilung von Huobi. Im Juni verbot die Börse seinen chinesischen Nutzern bereits den Handel mit risikoreicheren Produkten wie Derivaten. Das chinesische Kabinett hatte seinerzeit ein erneutes Vorgehen gegen den Krypto-Handel und das Mining gefordert. 

Binance blockiert Handy-Registrierung aus China

Huobi ist damit eine der ersten großen Krypto-Börsen, die auf die jüngste Anordnung aus Peking reagiert. Die Zentralregierung hat verfügt, dass alle Krypto-Transaktionen als illegal behandelt werden. Der Besitz von Krypo-Werten als solchen bleibt zwar in der Theorie erlaubt, verboten sind jedoch von nun an auch Dienste, die es chinesischen Nutzern ermöglichen, Fiat-Währungen in Krypto-Assets zu tauschen. 


Ob andere große Kryptobörsen ähnliche Konsequenzen ziehen, bleibt zunächst abzuwarten. Mit OKEx existiert eine weitere große Kryptobörse, die viele Kunden in China vertritt. Sie hat aber nach heutigem Stand noch keine Ankündigung zur Sperrung von Nutzerkonten in China gemacht. Offenbar ist auf Binance die Registrierung mit einer chinesischen Handynummer nicht mehr möglich. Laut Bloomberg teilte ein Binance-Sprecher mit, dass das Unternehmen keine Börsengeschäfte in China betreibt und chinesische IPs blockiert. Zu dem Schritt der blockierten mobilen Registrierung machte er gleichwohl keine Angaben. 

Im Jahr 2017 wies China die lokalen Börsen an, den Handel zwischen Fiat-Geld und Krypto-Token zu unterbinden. Huobi und Binance schlugen daraufhin ihre Zelte in Krypto-freundlicheren Ländern wie Singapur und Malta auf. Dennoch konnten chinesische Nutzer bis vor Kurzem dort Konten einrichten.


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