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Krieg in der Ukraine Wie geht es jetzt am Krypto-Markt weiter?

Seit heute morgen ist klar: In Europa herrscht wieder Krieg. Mit Luft- und Bodentruppen rückt Russland immer weiter in der Ukraine vor. In Kiew sollen große Menschenströme die Flucht angetreten haben, die Versorgung in der Hauptstadt droht zusammenzubrechen. Der ukrainische Präsident Wolodymyr Selenskyj erklärte den Kriegszustand. Die Angst vor weiteren Eskalationsstufen ist auch an den Finanzmärkten deutlich zu spüren.

Moritz Draht
 |  Lesezeit: 3 Minuten
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Krieg in der Ukraine

Beitragsbild: Picture Alliance

| Stau auf einer Autobahn, die aus der ukrainischen Hauptstadt Kiew führt, 24. Februar 2022.

Als Reaktion auf die sich zuspitzende Lage in der Ukraine steuern Anleger:innen die sicheren Häfen an und trennen sich von Risikopositionen. Der Gold-Kurs liegt mit aktuell 1.962 US-Dollar auf einem 52-Wochenhoch. Auch die Nachfrage nach Öl ist ungebremst. Ein Barrel WTI Öl kostet zurzeit 98 US-Dollar – der höchste Stand seit acht Jahren.

Abverkaufswelle am Krypto-Markt

Am Krypto-Markt dagegen sind die Negativ-Auswirkungen mit voller Wucht zu spüren. In den letzten 24 Stunden sind rund 200 Milliarden US-Dollar aus dem Markt geflossen. Bitcoin kracht mit einem Minus von fast zehn Prozent auf 35.000 US-Dollar, Ethereum (ETH) korrigiert um 13 Prozent.

Cardano (ADA) gibt um 18 Prozent nach und schneidet damit unter den nach Marktkapitalisierung zehn größten Kryptowährungen am schlechtesten ab. Im Wochentrend sind Kursverluste um die 20 Prozent heute am Krypto-Markt keine Seltenheit.

Bitcoin auf Bodensuche

Wann sich der Markt beruhigt, bleibt zwar ungewiss. Das erste Sturmtief hat Bitcoin aber noch gut weggesteckt, meint Stefan Lübeck. “Bitcoin steht verhältnismäßig gut da”, so der BTC-ECHO Marktexperte. “Bitcoin zeigt in 2022 bisher eine leichte Outperformance und hat sein Tief vom 22. Januar noch nicht angelaufen, der SPX und Nasdaq starten heute hingegen mit einem neuen Jahrestief in den Handel”, sagt Lübeck weiter.

Obwohl die Lage weiter angespannt bleibe, hält er eine Bodenbildung in den kommenden Tagen nicht für unwahrscheinlich: “Aktuell besteht die Chance, dass wir optimalerweise im Bereich des Jahrestiefs um 33.000 US-Dollar zurück dippen, den Bereich testen und gegebenenfalls einen Doppelboden ausbilden.”

US-Aktienmarkt gibt die Richtung vor

Optimistisch blickt Lübeck auf die enge Verzahnung zum S&P 500. Die Korrelation zum US-Aktienindex stehe momentan auf einem Allzeithoch – Ein guter Indikator für die Erholung am Krypto-Markt. “Die USA haben die geringsten Berührungspunkte mit Russland und betreiben fast ausschließlich Rohstoffhandel. Nach dem ersten Schock könnte der US-Aktienmarkt schneller als man denkt wieder auf “back to business” gehen”.

Und das könnte sich auch zeitnah positiv auf den Krypto-Markt auswirken: “Bitcoin hängt aktuell am S&P 500, und dort dürfte das Augenmerk in den kommenden Wochen wieder auf Quartalszahlen und Fed-Entscheidungen gerichtet werden. Kann sich der Aktienindex stabilisieren, besteht eine Chance, dass wir bei Bitcoin eine Bodenbildung bei 33.000 US-Dollar sehen”.

Für Anleger:innen gelte daher: Ruhe bewahren. Die Lage am Krypto-Markt könnte sich in absehbarer Zeit wieder beruhigen. Von langfristigen Anlagestrategien solle man sich durch die “Momentaufnahme” nicht abbringen lassen. Daher rät Stefan Lübeck: “Wenn man nicht aktiv tradet, einfach mal die App zumachen”.

In der aktuellen Podcast-Folge von BTC-ECHO sprechen Stefan Lübeck und Jan-Heinrich Meyer mit comdirect-Marktexperte Andreas Lipkow über die aktuelle Situation am Markt und geben eine Einschätzung zur weiteren Entwicklung.

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