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JPM Coin: Testbetrieb startet noch in diesem Jahr

J. P. Morgan, die Bank der Bitcoin-Skeptiker Jamie Dimon vorsitzt, schickt ihren Altcoin noch in diesem Jahr in den Testbetrieb. Einmal mehr steht eine verbesserte Transaktionsgeschwindigkeit im Fokus des Bestrebens. 

David Scheider
 |  Lesezeit: 2 Minuten
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Schriftzug von JPMorgan auf Steintafel

Beitragsbild: Shutterstock

Schneller, besser, weiter. In etwa so bewerben die allermeisten Krypto-Projekte ihre Währungen. In dieser Hinsicht nimmt sich auch J.P. Morgan nicht aus. Denn wie aus einem Pressebericht hervorgeht, den Bloomberg Japan am Dienstag, dem 26. Juni, lanciert hat, soll der JPMorgan Coin (JPM Coin) die Abwicklung von Intra- und Interbankengeschäften deutlich beschleunigen. Dabei stehen Bloomberg zufolge Finanztransaktionen wie konzerninterne Überweisungen und Anleihengeschäfte im Vordergrund. Die Technologie, die auf Quorum beruht, soll demnach noch in diesem Jahr in den Testbetrieb gehen. Welche Unternehmen an den Testläufen teilnehmen, ist indes noch nicht bekannt. „Die Technologie funktioniert. Wir brauchen nur mehr Zeit, um alle notwenigen Lizenzen zu erhalten“, zitiert Bloomberg Japan Umar Farooq, Chef der Blockchain-Abteilung bei JP Morgan Chase.

JPM-Coin-Blockchain Quorum auf Ethereum-Basis

In Zusammenarbeit mit dem Londoner Start-up Aztec entwickelt die Großbank eine private Blockchain namens Quorum, die auf Ethereum beruhen soll. Dabei sollen auch sogenannte Zero-Knowledge-Proofs zum Einsatz kommen. Es soll also der Nachweis über die faktische Richtigkeit eines Datensatzes erbracht werden können, ohne den Datensatz selbst zu kennen. Trivial die Erkenntnis, dass es sich dabei um ein mathematisches Problem mit einer gewissen Komplexität handelt.

Stable-Coin-Manie unter Großkonzernen

Der JPM Coin ist als sogenannter Stable Coin angedacht. Unter einem Stable Coin versteht man Kryptowährungen, die möglichst werthaltend sind, indem sie Basiswerte wie den US-Dollar abbilden. Auch der JPM Coin soll vom US-Dollar gedeckt sein und dürfte aufgrund des ähnlichen Use Case als Interbankencoin mit Platzhirsch Ripple in Konkurrenz treten. Im Gegensatz zu Bitcoin, Ether & Co. weisen Stable Coins – in der Theorie – eine deutlich geringere Volatilität auf. Sie eignen sich folglich weniger als Spekulationsobjekt denn als Abwicklungsmechanismus für Interbankengeschäfte. Oder, wie bei Facebooks Project Libra der Fall, als globale, integrative Payment-Lösung. Eine umfangreiche Einführung in die wundersame Welt der Stable Coins findet sich auch in unserem Tutorial.

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