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Das große Jobsterben am Kryptomarkt “Die Menschen standen unter Schock, einige weinten”

Im Juni 2022 feuern Krypto-Firmen tausende Mitarbeiter. Vorher geben sie Unsummen für Werbedeals aus. Vier Betroffene schildern hier ihr Schicksal.

Giacomo Maihofer
 |  Lesezeit: 0 Minuten
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Person fällt einen Abgrund herunter

Beitragsbild: Shutterstock

| Betroffene, die ihren Job im Krypto-Space jüngst verloren haben, erzählen ihre Geschichte.

Mit einem Schlag stehen 1.1000 Mitarbeiter vor der Tür. Es ist der 14. Juni 2022. Die größte US-Krypto-Börse Coinbase entlässt an diesem Tag fast 20 Prozent ihrer Belegschaft. Einer davon: Daniele (Name auf Wunsch von der Redaktion geändert). Der gelernte Programmierer geht an diesem Tag mit seinem Hund spazieren. Als er sich im Home-Office an seinen Laptop setzt, kann er sich nicht mehr einloggen.

Coinbase ist kein Einzelfall. Massenentlassungen erschüttern im Juni den gesamten Kryptomarkt. Über 2.000 Menschen verlieren ihren Job. Und es werden immer mehr. Bitpanda, Crypto.com, OpenSea: Sie alle verabschieden sich von großen Teilen ihrer Belegschaft. Auch Neubewerbungen werden auf Eis gestellt  wegen des Bärenmarktes.

Die Betroffenen stehen über Nacht vor einem Scherbenhaufen. Gegenüber BTC-ECHO geben drei gefeuerte Insider Einblicke in das große Jobsterben am Kryptomarkt. Und schildern die Auswirkungen der Entlassungen auf ihr Leben. Die ganze Geschichte lest ihr in der aktuellen Ausgabe des BTC-ECHO-Magazins. Bestellen könnt ihr sie hier.

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Besonders pikant: Wenige Monate zuvor geben viele derselben Firmen, die Mitarbeiter feuern, noch Unsummen für Werbedeals aus. Und vor ihren Mitarbeitern versprechen einige bis zuletzt intern: Es werde keine Entlassungen geben.

“Ich bin schockiert, wie eine Firma mit einem potentiellen Mitarbeiter umgehen kann”, sagt ein Student, der drei Jobs absagte, um zur Krypto-Börse Crypto.com zu gehen. Die Firma schickte ihm seinen Arbeitsvertrag nie zu. Ein anderer hatte bei Bitpanda gerade erst wieder richtig Fuß im Arbeitsleben gefasst, nach einem Burn-Out. “Ich wollte endlich einen neuen Mietvertrag unterschreiben. Jetzt muss ich bei meinen Eltern leben.” Die Mitarbeiter werden nach einem Meeting per E-Mail von ihrer Entlassung benachrichtigt, so der Insider. “Die Menschen standen unter Schock, einige weinten.”

Gerade für Immigranten sind die Massenentlassungen existenzbedrohend. Für sie beginnt jetzt ein Wettlauf gegen die Zeit, schreibt eine Ex-Mitarbeiterin von Bitpanda auf LinkedIn. Sie kam für ihren Job von Brasilien nach Wien, baute sich dort ein neues Leben auf. Ohne Arbeit verlieren sie und andere Immigranten nach 90 Tagen ihr Visa. Dann müssen sie ihre neue Heimat verlassen.

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